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in Deutschland kennen gelernt hatte, mit offenenArmen empfangen. Angenehm war es mir, dass ichnun einige Tage französisch sprechen konnte, dennlast allen gebildeten Turinern ist diese Sprache ge-läufig. Der Abend desselben Tages hot mir Gelegen-heit die italienische Familienküche, deren Gerichtemir zum Teil gänzlich fremd waren, etwas näher undzwar hier sehr vorteilhaft kennen zu lernen. Amnächsten Tage machte ich mit meinem Freunde, derdie Führung in liebenswürdiger Weise übernommenhatte, eine Fahrt durch die schönen, mit grossenQuadern belegten Strassen der ganz ebenen Stadt.
Turin, italienisch Torino, liegt in der Höhe von239 m über dem Meere am linken Ufer des Po.Das Klima ist bedeutenden Tempera,tursekwankungenunterworfen, indem die Hitze im Sommer 35 Gradund die Kälte im Winter ebenso viele Gradeerreicht. Die Stadt wurde von den Kötnern gegründet;int Mittelalter war sie Hauptstadt der GrafschaftPiemont. Residenz der Herzöge von Savoyen und1859—05 Hauptstadt des Königreichs Italien. Heutezählt Turin beinahe 341000 Einwohner, ist Sitz einesErzbischofs und einer Universität. Was dem Fremdenin dieser Stadt vor .allem auffallt, sind die recht-winkelige Anlage der Häuservierecke, die ausnahmslosschnurgeraden Strassen, überhaupt die wunderbareSymmetrie, mit der sie angelegt worden ist. DerCentralpunkt des Verkehrs ist die Piazza Castello,in welche die Hauptstrassen einmünden. Die hervor-ragendsten Gebäude sind neben zahlreichen palast-artigen Privatbauten der Palazzo Madama aus deinX1T1. Jahrhundert, der im Jahre 1640 erbauteKönigliche Palast oder Palazzo Reale, die Armeria Realeoder Rüstkammer mit einer reichhaltigen, interessantenAltertiimersammlung, der Palazzo Carignano, Palazzo