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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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Rechte energisch geltend machte. Wenn ich nicht,so grossen Hunger gehabt hätte, wäre es mir wohlnicht möglich gewesen, diese italienischen Leckerbissenzu geniesseil, auf denen trotz aller Gegenwehr un-zählige Fliegen ihren Parademarsch aufführten. Obdann auch noch ein halbes Dutzend dieses onkelhaftenGezüchtes in der Suppe seine Schwimmübungenmacht, darauf kommt es den Italienern, wie esscheint, gar nicht an. Mir wurde die Sache aberbald so zuwider, dass ich auf mehl' als die Hälfteder Gerichte verzichten musste. Erst in Vercelli,wo ich bald nachher anlangte, konnte ich meinenMagen gründlich befriedigen und auch die defekteHose wieder von der Kiinstlerhand eines Ritters vonder Nadel reparieren lassen.

Vercelli hat20000 Einwohner und als Haupt-anziehungspunkte eine hübsche Kirche aus demXJI I. .Jahrhundert mit dem bekannten GemäldeMadonna im (ibstgarten mit dem hl. Christoph" vonFerrari, sowie einige hübsche Denkmäler. ImJahre 1.01 v. Clir. fand hier die berühmte. Schlachtzwischen den Römern und den Gimborn statt, diemit dem glänzenden Siege dos Marius über letztereendete. Sonst ist in Vercelli nichts von Bedeutungzu verzeichnen. Die Weiterfahrt nach der von hiernoch 80 km entfernten piemontesischcn Hauptstadtwar mir für heute verleidet, da der unvorhergeseheneAufenthalt auf der Landstrasse, die Schmerzen amKnie, die Hitze und der Flickschneider mir die Lustdazu benommen hatten.

Am nächsten Morgen fuhr ich von Vercelli überTrino nach Chivasso den Po hinauf und kam nach-mittags, nach fünfstündiger .Fahrt durch die weniginteressante Gegend in Turin an. Dort wurde ichvon einem Freunde, den ich während seiner Studienzeit