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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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liebenswürdigen Schutzleute, die man allerdings nichtin einer Filiform mit blanken .Knöpfen oder untereiner Pickelhaube steckend vermuten darf DieseBeamten tragen einen langen, fast bis zur Erdereichenden, schwarzen Rock, schwarze Reinkleiderund Cylinderhut. Ihm einzige sichtbare Watte be-steht in einem dicken Stocke, der auch keine ausser-gowöhnlichen Merkmale trägt. Sie machten auf michzuerst einen sonderbaren Eindruck, da ich gar nichtwusste, wozu die Schwarzröcke überhaupt da warenund den ganzen Tag in der Sonne herundiefen.

Am Morgen des dritten Tages nach meiner An-kunft rüstete ich in früher Stunde zur Weiterfahrt,hatte bald das schöne Mailand hinter mir und saustefast geräucldos auf der grossen Randstrasse nachNovara dabin, auf der ich noch heute Turin zu er-reichen hoffte. Die Mittelbachsehe Strassenprofilkartcreicht leider nur bis nach Mailand, und da ich nichterst mehr als ein Dutzend der italienischen Radfah-rerkarton, die ich für meine Reise brauchte, kaufenwollte, musste ich mich mit der grossen ReuzingerschenReisekarte von Oberitalien behelfen, die mir auchrecht gute Dienste geleistet hat. Bis nach Magenta,28 km westlich von Mailand, dem Schauplätze dernach diesem Orte benannten Schlacht zwischen denÖsterreichern und Franzosen im .Jahre 1859, fuhr ich mitder Dampfstrassenbahu um die Wette; dann ging«nach der 20 km weiter gelegenen Stadt Novara, woich die erste Ruhepause machte. Novara hat 1500Einwohner, ein Garibaldi-Denkmal, eine hübscheKirche mit 120 m hohem Thurm und schöne, saubereStrassen. Lange hielt es mich nicht hier, denn derWeg nach Turin war noch weit.

Bald sass ich wieder im Sattel und fuhr weiter nachVercelli. Die Sonne stand hoch am Himmel und