Nördlich vom Domplatze führt die schöne GalleriaV. Emanuelc, deren Anlage 8 Millionen Lire gekostethat, zur Piazza della Scala mit dem berühmtenScalatheater und dem würdigen, in carrarischem.Marmor ausgeführten Denkmale Leonardo da Vinci'sund seiner nächsten italienischen Epigonen. DieKunstschätze Mailands sind zum grössten Teile inden berühmten Museen Poldi-Pezzoli und La Brera,sowie in der Bihliotheca Amhmsiana am Domplatze,die mehr als 1(18000 litterurische AVerke enthält.aufgespeichert. Eines .Besuches wert sind in hohemGrade die übrigen prächtigen Kirchen Mailands,besonders aber die (üiiesa del Alonastero -Maggiore,»S. Ambrogio und N. I jorenzo, sowie S. IMaria delleGracie,in der das weltberühmte Ilauptmeisterwerk Leonardoda Vinci’s, das Abendmahl, zu sehen ist. Das Ge-mälde ist in ( Hfarbe an die Wand gemalt, leider abersein 1 verdorben. Die öffentlichen Gebäude sind zumeistim alt-italienischen Baiaststil ausgeführt und legen,wie die Anlagen. Zeugnis ab für den gediegenenKunstsinn der Mailänder. Bemerkenswert ist fernerder Friedhof oder < ’ampo santo, obgleich er an denGenueser, den ich späte]’etwas näher besprechen werde,in .Bezug auf den Reichtum der Skulpturen bei weitemnicht, heranreicht.
lim Mailand mit allen seinen reichen Kunst-schätzen und sonstigen Sehenswürdigkeiten genaukennen zu lernen, braucht man mehr als eine AVoclie,ich habe nur auf das Hauptsächlichste hingewiesenund glaube damit den Ansprüchen des flüchtigenIhn Ilers Genügt] geleistet zu haben. Eine Fahrt zuRade durch die grossen Strassen der Stadt ist sehrinteressant, zumal der Fremde ohne. Nummer unbe-anstandet fahren darf Falls man sichere Auskunftüber irgend etwas haben will, wende man sich an die