124
Sein- ermüdet fuhr ich gegen drei Uhr nachmittags-durch den Arc.o del Sempione, einen von Napoleon I..erricliteten Triumphbogen, in das Centruin der Stadt,und suchte sobald als möglich das mir empfohleneHotel auf, um einige Stunden Siesta halten zu können.Die Hitze hatte mir zu sehr zugesetzt, und deshalbnahm icli von der näheren Besichtigung der Stadtiür heute Abstand und beschränkte mich auf den-Besuch der bedeutendsten Restaurants und Cafes.Zeitig ging ich zu Bett und erwachte erst spät amMorgen des nächsten Tages.
Mailand, .italienisch Milano, die Hauptstadt derLombardei, liegt 119 m über dem Spiegel des Mittel-ländischen Meeres und hat nahezu 490 000 Eimvoher;Unter den Städten Italiens steht sie in Bezug aufEinwohnerzahl an dritter Stelle, Neapel mit 53f) 000und Born mit 4(34 000 Einwohnern sind die grösstenderapenninischen Halbinsel. Die Norditaliener stellenjedoch ihr „Milano la gründe*' an Bedeutung überdie konkurrierenden Schwesterstädte, und nicht ganzmit Unrecht, denn Mailand ist die reichste und ge-werbthätigste Stadt des Königreichs. Eine bewegteVergangenheit hat die Stadt hinter sich, Jahrhundertehindurch hat sie in der Geschichte der Völker Europaseine grosse Rolle gespielt. Hierauf näher einzugehen,gestattet der bescheidene Raum dieses Buches nicht,und so will ich denn den Hauptsehenswürdigkeiteneinige bescheidene Zeilen widmen.
An den reichen Kaufläden des Corso VittorioEmanuele vorüber gelangen wir zu der weiten Piazzadel Duomo, die vor kurzem mit einem schönenDenkmale Victor Emanuels II. geschmückt wordenist. Wenden wir dem Denkmal den Rücken, so fälltder Blick auf den Dom, das berühmte „achte 'Welt-wunder“ der Mailänder. Wer im XIV. Jahrhundert den