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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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leonische Strasse, die von Aachen über Henri-Cliapellenach .Lüttich und Paris führt. Der Strassendammist einem gepflügten Ackerfelde nicht unähnlich, indas sich die Radspuren der Lastfuhrwerke tief ein-gesenkt halien. Jetzt war das Wetter gut, aber wiemag es hier erst bei .Regenwetter aussehen! An derrechten Seite zieht sich ein gutes, aber ganz schmalesRankett dahin, auf dem nicht zwei Personen nebeneinander gehen können. An der linken Seite diesesBanketts stehen Prellsteine in der Entfernung vonje sechs Metern, zur rechten Hand befindet sich eintiefer Wassergraben, dessen Böschung mit hohen,jegliche Aussicht versperrenden Akaziensträuchernbepflanzt ist. Ebenso ist es an der andern Seite derStrasse, nur fehlt dort das Bankett. Viel ist aberfür den Radler dabei nicht verloren, dass er hiernach beiden Seiten keinen Ausblick hat, denn seineganze Aufmerksamkeit muss er doch der Steuerungdes Hades zuwenden. Lhid wie muss man hier achtgeben! Links die gefährlichen Prellsteine, mit denendie Maschine bei der geringsten Schwenkung inC'ollision geraten kann, und wobei der Radfahrer leichtseine Knochen riskiert, rechts die stellenweise bisweit über das Bankett reichenden Akazienzweige, anderen Stacheln man sich leicht Gesicht und Händeverletzt, ferner ist da noch der sumpfige Wassergraben,der dem gestürzten Radler unter Umständen nochden letzten Rest geben kann. Zu diesen Unannehm-lichkeiten kommt der Blick auf das trostlose, grau-rote Ackerfeld in der Mitte der Strasse und eine fastunerträgliche Hitze unter Italiens glühender Sonne. Eineunangenehmere Fahrt, als die auf dieser 40 km langenPatentstrasse bis nach Mailand habe ich in meinem Lebennicht gemacht, und ich warfroh, als ich fast vier Stundennach der Abfahrt von Gallarate in Mailand eintraf.