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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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•tleni Woge fragen muss, und «ich mich sonst gernevon den Landleuten diese oder jene Auskni dt gehenlässt, kommt ohne ausreichende Kenntnis der Landes-sprache in Italien überhaupt nicht vorwärts. Ichhabe auf meiner ganzen Radtour, soweit sie Italienbetrifft, nur wenig französisch und noch wenigerdeutsch sprechen können.

So sass ich nun in Luino, wohin ich wegen desZollscheines unbedingt hatte fahren müssen; aber wievon hier zu Rade nach Mailand kommen, das warmir einstweilen noch ein Rätsel. Ich erkundigtemich, studierte Reisebuch und Kalten, aber einefahrbare Strasse konnte ich nicht entdecken, weil esausser einem schlechten Wege über die hohen Bergethatsächlieh keine giebt, die direkt nach Mailandführt. Es blieben nur zwei Mittel, um von hierdirekt an mein Ziel zu gelangen, entweder die Fahrtmit dem Schiff nach Laveno. von wo aus wieder eineSehr schlechte Strasse nach Yarese und Mailandabzweigt, oder die Eisenbahn über Sesto nach Gallarate.Ich wählte letzteres. Nach einer sehr langweiligen,mehrstündigen Fahrt, während der ich mich anitalienischen Monopol-Cigarren nichts weniger als er-baute, kam ich am Bestimmungsorte an. Gallaratekonnte mich in keiner Hinsicht fesseln, der Ort bietetfür den Fremden nicht mehr Interessantes alsdie schlechte Strasse von hier bis nach Mailand mitden daran gelegenen Dörfern. Einstens, vor vielenJahren, da es noch keine Eisenbahnen gab, soll diesevon Napoleon I. gebaute Chaussee sehr belebt undstets in musterhafter Ordnung gewesen sein, dennsie war die kürzeste und bequemste Ahrbindungzwischen dem Lago Maggiore und Mailand. Heuteist sie für den Radfahrer ein Greuel, sie ist nochschlechter, wie eine andere mir wohlbekannte Napo-