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Weiter ging die Fahrt zu Thale nach Faido,einer Ortschaft von 1000 Einwohnern. Zu beidenSeiten der Strasse erheben sich auch hier noch ge-waltige Berge, von denen links der Pizzo Molaremit 2583 in und rechts der Pizzo Torno mit 2909 mHöhe als die bedeutendsten zu nennen sind. DieDecke der Fahrstrasse ist ziemlich gut; durch dieungewöhnlich starken Regengüsse der letzten Tagewar sie aber leider etwas schliipferig geworden undstellenweise sogar mit Geröll und Erdmassen über-schüttet.
Faido liegt 75S m ii. M., also fast 400 m tieferals Airolo. Trotz dieser Höhe macht sich aber lnerbereits die südliche Vegetation bemerkbar. Oberhalbdes Ortes, am linken Ufer des Tessin, liegen hochoben einsame, eng zusammengebaute Dörfer, die,Schwalbennestern gleich an den Bergabhang ange-schmiegt, freundlich ins Thal herniederschauen. Inder Fähe -von Faido stürzt die Cribiasea wie einwallender Schleier aus schwindelnder Höhe zu Thale.
Ficht lange hielt es mich hier, ich vertraute michwieder meinem Rade an und gelangte bald in dieunterste Stufe des Tessinthaies, in die sogenannteBiaschina. Hier bildet der Fluss inmitten einerwilden Schlucht einen schönen Wasserfall, indessenkann sich die Biaschinaschlucht mit dem Dozio gründein Bezug auf Grossartigkeit nicht messen. Weitere300 m tiefer als Airolo liegt das Dorf Giornico, wotraubenreiche Rehengiirten und eine üppige VegetationZeugnis ablegen für die Fruchtbarkeit der Gegendund die Milde des Klimas. In der Xähe diesesOrtes, hei den grossen Steinblöcken, „ai sassi grossi“,fand im Jahre 1478 eine Schlacht zwischen denSchweizern und den Mailändern statt. Auf demletzten Teile der Strasse sieht man eine ganze Anzahl