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als die Eisenbahn. Zufälliger Weise passierte dieLinie gegen sechs Uhr noch ein Zug, der in Anisteghielt. Schnell lüste ich ein füllet nach Airolo. gabdas Rad am Schalter auf, und einige Minuten späterzogen zwei schwere Berglokomotiven unsern Zugschnaubend an der rechtsseitigen Rergwand über dasReussbett empor. Die Bahn überschreitet auf zier-licher, hoher Brücke die grause Schlucht des Kerstelen-baclies. Die Scenerie, die sich dem Reisenden vomCoupefenster aus bietet, gehört zu den grossartigstemder Gotthardbahn. Zackige Felsentürme, grüne Wald-streifen, liebliche Tliäler, Schneefelder und brausendeWildbäche bieten manches imposante Bild echterGebirgsromantik. Weiter geht die jähe Fahrt vonBrücke zu Brücke, von Tunnel zu Tunnel, nachWasen; man weiss nicht, was man mehr bewundernsoll, die grossartige Gebirgslandschaft, oder den.Riesengeist, der das Wunderwerk, die Gotthardbalm,geschaffen. Unwillkürlich dachte ich hier an F. W. Weiterund eine Stelle aus seiner schwungvollen „Eisenbahn-phantasie“:
Der Renner stampft und braust dabin! Jetzt durch desBlachfelds Niederung,
Jetzt über des Borges schroffen Grat, über den Strommit kühnem Schwung;
Jetzt aus des Tunnels schwarzem Schlund, der ihnverschlang, sein Broilern braut: —•
Hermode auf dem Helaritt! Es keickt das Ross, demReiter graut.
Jetzt über Wall und Viadukt weitaus im Sturm dieMähne weht;
Ha, durch die Lüfte rast es hin, ein düst’rer qualmigerKomet!
Krieg bringt er wie im Jahre Eilf, Krieg Allem, wasbestand und galt;
Was früher gross, war gestern nichts; was gestern jung,ist heute alt.