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nicht, sie sind zu sehr ermattet. Ich spreche ausErfahrung, da ich derartige Nachttouren nach desTages Last und Arbeit in früheren Jahren auchunternommen, heute aber würde ich mich so leichtnicht mehr dazu entschliessen können. .letzt strömenauch die Hotelgäste heran, phantastische Kostümealler Art schillern bunt durcheinander und die ver-schiedensten Sprachen klingen an unser Ohr.
Mittlerweile ist es heller geworden, ein goldig-rotes Band erglüht am Horizont des äusserstenOstens und die Schweizergesellschaft singt mehrstimmigeines jener trauten Alpenlieder, die das Herz soungemein bestricken. Nachdem auch dieses verklungen,herrscht lautlose Stille, niemand unterbricht dasSchweigen, denn der feierliche Augenblick ist ge-kommen. Die Sterne waren allmählich verblichen,nur der Nordstern, jener gewaltige Himmelskörper,dessen Licht nach astronomischer Berechnung hundertTausend Jahre braucht, um zu uns zu gelangen,leuchtet noch in mildem Glanze unbesiegt weiter,doch endlich muss auch er dem Tage weichen.Plötzlich blitzt der erste Sonnenstrahl am Firmamenteaut und schiesst einer Pakete gleich hinauf bis zumZenith. Ihm folgen andere und ein Strahlenkranzvon lauterm Golde steigt am Horizont empor, dieeisigen Schneehäupter der Berge sind von rosigemGlanze umflossen, erröten in holde) 1 Scham vor den)Tage, der ihr jungfräuliches, liliengleiches Angesichtdem Auge der Menschen preisgiebt. Nur einigeMinuten dauert es, und die Sonne steigt alsAlleinherrschern) am Himmelsdome herauf, gewaltig,majestätisch, unfassbar! — Und alle Tage, vielleichtAeonen hindurch wiederholt sich das erhabeneSchauspiel ihres Erwachens, immer in derselbenReinheit und Grösse läuft sie mit mathematischer