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Genauigkeit die ihr vorgezeichiiete Bahn. Diese herr-liche Sonnenkugel, was wäre unsere schöne Erdeohne sie? Ein wüstes Chaos, ohne jedes Leben, eintoter Körper, unfähig auch nur das armseligstePflänzchen hervorzubringen. Wir stehen hier vor demRätsel der gewaltigen Kraft, die das unendliche Weltallbis ins Kleinste durchflutet, vor der Schöpfung einesallmächtigen, ewigen Gottes!
Das Thal unter uns ist mit dichtem Nebel aus-gefüllt; wie mit zarten Daunen sind Seen undEluren bedeckt. Doch nicht lange mehr, die Sonnen-strahlen erreichen den Nebel, er hallt sich zusammenund löst sich in leichten Wölkchen im Äther auf.Die Feder ist nicht im stände die erhabene Schönheiteines Sonnenaufgangs auf dem Rigi in seiner ganzenHerrlichkeit zu schildern, das muss man miterleben,mitempfinden.
Der Nebel ist gänzlich verschwunden, hell undklar ist der junge Tag hereingebrochen; rings umher• sind wir von einem der schönsten Panoramen um-geben, die es wohl auf der ganzen Erde giebt. DieAussicht umfasst einen Umkreis von mehr als hundertStunden und von keinem der übrigen Schweizerbergewird dieselbe an Lieblichkeit üb er troffen. Die hell-grünen Wellen des Zuger-, Vierwaldstätter- undLowerzer Sees umspülen die saftigen Matten amFusse des Berges. Eine allerliebste Miniaturlandschaftbietet sich dem Auge; mit einigen Schritten glaubtman die zwischen den Seen liegende Strecke zurück-legen zu können, die Wasserläufe, Flüsse und Bächeweit und breit gleichen Meinen silbernen Fäden, dieHäuser erscheinen nicht grösser als Fingerhüte unddie unzähligen Obstbäume haben das Aussehen vonkleinen, zierlichen Gänseblümchen. Das Rigi-Panoramaerstreckt sich über eine gewaltige Gebirgskette. Vom