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als Strasse zweiter Güte bezeichnet, da dieselbe vorganz kurzer Zeit allerdings auch noch nicht gutfahrbar war. Heute aber befindet sie sich in aus-gezeichnetem Zustande, ist reich an Abwechselungund bildet mit ihren zahlreichen romantischen Punktenund Tunnels ein glänzendes Seitenstück zu der be-rühmten Axenstrasse am Vierwaldstätter See. Hierthat mir jeder Kilometer leid, den ich zurücklegte,denn ich konnte die Schönheiten der Landschaftwegen der eintretenden Dunkelheit nicht mein- invollem Masse würdigen und gemessen. Der Kegenhatte aufgehört, einzelne Sterne wurden sichtbar undder Mond leuchtete bisweilen durch die eilendenWolken hindurch und gab der Scenerie ein gespenster-haftes Aussehen. Meine Laterne, die ich auf derganzen .Reise fast gar nicht gebraucht hatte, erloschbald, der Docht war zu kurz geworden, und nunsass ich fest und wagte kaum noch weiter zu fahren,da die Gefahr eines Unglücks allzugross war. Weitund breit erblickte ich weder ein gastliches Hausnoch irgend eine Menschenseele, alles Lehen schienerloschen. Unten in schauriger Tiefe wälzte der wild-bewegte See die dunklen Wogen grollend gegen dieFelswände. Von den Bergen rasten gewaltige Wasser-massen hernieder und stürzten unter den Brückenhindurch, über welche die Strasse führt, tosend in denSee. In der Kühe dieser Wasserfälle steigt dampfenderGischt in die kühle Luft empor und erzeugteine eisige Kälte. Ich kam durch verschiedene,in den Felsen eingehauene Tunnels, die mir un-heimlich entgegen gähnten und an deren "Wä ndenmeine Schritte in dumpfem Tone widerhallten. Mittler-weile war ich vom Bade abgestiegen, denn bei derjetzt abschüssigen, kurvenreichen und dazu nassenStrasse konnte ich bei dem geringsten unvorher-