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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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den in einer an der Lenkstange angebrachtenTasche, wohlverwahrten Revolver mit. Die Vogesensind bekanntennassen wegen der Nähe der Grenzeund ihrer Unwirtlichkeit nicht so sicher wie derSchwarzwald, zahlreiches Gesindel treibt sich hierherum, und schiesslich ist doch Vorsicht die Mutterder AVeisheit. Am nächsten Zaune schnitt ich mirden unvermeidlichen festenBergstock und wunderteden in Sclmierlach links von der Strasse abzweigendensteinigten Fusspfad hinan, der direkt nach demAVeissen See führt.

Nach 2 1 / 2 stündiger, anstrengender Busstour inpraller Sonnenhitze, über Stock und Stein langte ichan dem ersehnten Ziele, dem 1054 m hoch gelegenenAVeissen See an.

In dem Borsthause wartete meiner eine vorzüglicheAVrpiiegung, und ich beschloss, daselbst zu übernachten.Ich war sehr müde, vor allem hatte mich der durchdie grosse Hitze und die äusserste Anstrengunghervorgerufene Durst bis hierher unaufhörlich gequält.AVirtshäuser giebt es an dem AVege nicht und völligermattet, hatte ich in einer einsam liegenden Hütteum Milch bitten müssen. Die Leute verstanden an-fänglich weder mein Deutsch noch mein correktesFranzösisch, aber schliesslich bekam ich von diesenschlichten Bergbewohnern, die in ihrem Leben wohlnoch kaum ein Dutzend Radfahrer gesehen, doch dasGewünschte und liess es mir trefflich munden. Alsich bezahlen wollte, weigerten sich die guten LeuteGeld von mir anzunehmen, warum, weiss ich nicht;entweder trat hier die edle altdeutsche Gastfreundschaftunverfälscht zu Tage, oder man hielt mich für einenganz armen Schlucker; ich nahm das erstere an.

Der AWisse See ist bekannt durch seine köstlichenForellen, und solche liess ich mir denn unter anderm