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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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hatte, vereint, überschritt auf der holperigen Schiff-brücke den Rhein und kam nach Xeubreisach, einerkleinen Festung im Eisass. Die Gegend ist hierganz eben und die Strasse ebenso schön und tadelloswie diejenigen am Mittelrhein. Infolge dieser günstigenVerhältnisse kam ich bald nach Colmar und hattedamit die Rheinebene in ihrer ganzen Breite von47 km in etwas mehr als zwei Stunden durchquert.Colmar hat 30 500 Einwohner, ist 3'/., Fussstundenvom Rheine und ungefähr s / i Stunde von den Vogesenentfernt. Die Stadt hat bedeutende industrielle An-lagen, einige hübsche Denkmäler französischer Staats-männer, ein Museum und ein Theater. Jin übrigenbietet Colmar, die Neustadt ausgenommen, mit den zahl-reichen engen Strassen und altertümlichen Häusernein typisches Bild mittelalterlicher Bauart. Dochweiter zieht es mich, majestätisch griissen die Vogesenherüber, hin zu ihnen, in die schöne Gebirgswelt!

Gestärkt und gekräftigt durch ein trefflichesMittagsmahl bestieg ich aufs neue mein unermüdlichesRad und fuhr mit der Dampf'strassenbahn auf derschönen Chaussee um die Wette bis nach Jvaysersbergund Sclmierlach. Die Strasse beginnt von Kaysers-berg ab ganz bedeutend zu steigen; man befindet sichhier bereits mitten im Gebirge, eine Scenerie bietetsich dem Auge, die an Lieblichkeit manche bekanntereund besuchtere Gegenden bei weitem übertrifft. InSchnierlach vertraute ich meineMaschine wiederumder Balm an. indem icli sie nach Münster im Fecht-oder Münsterthale spedierte. Dort, am Endzielemeiner Fusswanderung durch die Vogesen, wollte ichsie am nächsten Tage wieder in Empfang nehmen;auf einer Vogesentour kann man das Rad nämlichabsolut nicht verwenden. Ich nahm nur das Unent-behrlichste. die Wegekarten und vorsichtshalber auch