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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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Schenkendorf hat den Gefühlen, die sich ihm beimAnblick dieser .Ruine aufdrängten, in folgenden Wortenechter Poesie Ausdruck gegeben:

Oft wenn im wunderbaren SchimmerDes Schlosses Trümmer vor mir stehn.

Im Sonnenschein, glaub ich noch immerln seiner Jugend es zu sehn.

Mit seinen Mauern, seinen ZinnenFern leuchtend in das freie Thal,

Der Helden starke Kraft darinnenSich labend bei dem Rittermahl.

Dann klingt's um mich wie ferne Stimmen.

Ich fühl ein geisterhaftes Wehn,

Fort treibt es mich hinanzuklimmenEinsam auf jene Felseuhöhn.

Doch oben alles ganz zerfallen,

Der Epbeu schlingt sich um den Stein,

Und in den offnen FürstenballenSpielt Waldesgrün mit Sonnenschein.

Diese Gedanken des Dichters erfüllten auch meineBrust, doch was hellen alle Reflexionen, fort damit,in einem weithin erschallenden Schnbert'schen Liedemachte ich dem ge]»ressten Herzen Luft und baldwar ich wieder aus dem Reiche poesievoller Vergangen-heit in das moderne glänzende Alltagsleben einesWeltl »adeortes zurückversetzt.

Dass in Baden-Baden auch bei bescheidenenAnsprüchen mitunter horrende Preise bezahlt werden,sollte ich in einem Hotel erfahren, doch allzusehrhat mich das nicht verdrossen. Bald wandte ich derStadt den Rücken, um noch vor Anbruch der NachtLahr und das Städtchen Kippenhoim zu erreichen,wo meiner alte, liebe .Freunde harrten.

Nach Verlauf einer Viertelstunde war ich wiederin Oos und nahm den Kurs auf der sehr schlechtenStrasse wieder nach Süden. Verschiedene Luftsprünge