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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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auffiel, waren die zahlreichen, mit riesigen Polizei-nummern versehenen Fahrräder, auf denen Jung undAlt, Männlein und Weihlein in geschmackvollemKostüm, statt den Tag in Dolce far niente zu ver-träumen, den nötigen Appetit zum Essen zu erradelnschienen. Gegen diese Leute sah ich in meinemverregneten Tourenkostüm mit dem sonnenverbranntenGesichte aus wie ein Wilder, aus dem Lande derHottentotten.

Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die schöneStiftskirche, das Friedrichsbad, das Kaiserin-Augusta-bad, das Konversationshaus, das Theater und dieTrinkhalle mit den Götzenbergerschen Fresken, diedie Schwarzwaldsagen darstellen. Auf dem Michaels-berge erblickt man in malerischer Lage die griechischeKapelle und auf einer Vorhöhe des Battert dasgrossherzogliche Schloss. Auf einem weiteren Vorsprungdieses Berges liegt die Schlossruine Hohenbaden. Zulezterer zog es mich am meisten empor, und so stiegich denn auf dem schattigen Fusspfade zu ihr hinauf. DieFundamente des mächtigen Baues stammen der Sagenach aus der Zeit der Körner, die anderen Überrestein ihrer jetzigen Gestalt zum grössten Teile aus demXII. Jahi'huudert. Wie bereits oben angeführt, wurdedas Schloss im Jahre 1689 durch die Franzosen inTrümmer gelegt. Auf bequemer Treppe gelangt manzu der stolz gen Himmel ragenden Plattform, vonder man eine ganz herrliche Aussicht über die villen-umkränzte Stadt, den dunkeln Wald und das weiteKheinthal bis hinüber zu den Ausläufern der Vogesengeniesst. Zu unsern Füssen liegen die gewaltigenÜberreste aus alter Zeit. Diese kahlen Wändehaben einstens schönere Tage gesehen, sie sahen Ge-schlechter kommen und vergehn, frohe Feste, Jubelund Freude herrschten in ihrem Bereiche. Max von