und Armen, und allmählig wurde ich nass wie einbegossener Pudel. Nun aber frisch drauf los, nachWein heim zur Strassenbahn! Zum ersten Male aufder Tour machte sich das Fehlen der Schutzblecheunangenehm bemerkbar. Aber gegen den durch dasHinterrad emporgeschleuderten Schmutz war ich ge-schützt, indem ich mich auf den famosen Mantelsetzte; so hatte er doch einen Zweck, den er auchzu meiner Zufriedenheit erfüllte.
Für Schutzbleche kann ich mich bei einer grösserenTour nicht erwärmen, sie erhöhen das Gewicht derMaschine und wirken auf den Lauf des Rades infolgedes Luftzuges, der sich darin fängt, und des Schmutzes,der sich in denselben ansammelt, meiner Ansicht nach,hemmend. Auch gereichen sie dem Rade keineswegszur Ziei'de. Fast denselben Schutz gewährte mir,wie bereits angeführt, gegen das Hinterrad der. Mantelund gegen das Vorderrad die Rahmentasche. Übrigenslülirt der Tourenfahrer nur im Regen, wenn er muss,d. h. immer nur kürzere Strecken.
Die hübschen Städtchen Bensheim, Heppenheimund andere Ortschaften hatten heute in dem trübenRegenwetter keinen Reiz und der schöne Odenwaldwar in dichte 'Wolken gehüllt. Endlich kam ichnässetriefend nach Weinheim, wo mich die Strassen-jugend mit Hailoh bcgrüsste. Die Leute eilten vordie Thiiro, starrten mich an wie ein Meerwunder,und die sonst so übermütigen Hunde gingen mir scheuaus dem Wege. Aus einem Hotelfenster begrüsstemich ein kräftiges „All Heil“, welches zu meinergrössten Freude von Leidensgenossen, radfahrendenStudenten aus Würzburg, herrührte, die hier vor demHegen Schutz gesucht hatten. Selbst diese konntensich eines mitleidigen Lächelns über mein Aussehennicht entwehren. Als ich mein Exterieur im Spiegel