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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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nicht mehr strampeln und vorwärts streben, bitteguter Begengott, sende lieber ein halbes DutzendGewitter, als diesen einen abscheulichen Landregen.Und Pluvius schien gerührt ob dieser Bitte, denn diePhysiognomie des Himmels wurde allmählig etwasfreundlicher.

Die Strasse ist fast ganz eben und durchweggut gepflegt, nichtsdestoweniger aber eben so schnellnass und schliipferig wie andere Chausseen. Ausdiesem Grunde zog icli es vor, auf das schöne .Banketthinauf zu fahren, welches unter dem schützendenDache von dichtgepflanzten Obstbäumen hinläuft unddaher länger trocken bleibt, als die Strasse seihst. Nichtlange erfreute ich mich dieses frevelhaften Vergnügens,als auch schon die würdige Hermandat in Gestalteines dicken Gendarmen nahte, der mir schnarrendzurief:Tn Hessen ist das Befahren des Bankettsverboten!Im Rheinland auch!' war meine prompteAntwort, und damit sauste ich auf dem übrigensganz menschenleeren Bankett unbeirrt weiter. Derarme Mann wird sich geärgert haben, aber icli konnteihm nicht helfen, da der Selbsterhaltungstrieb bis-weilen doch allzu gebieterisch seine Beeilte fordert. AlsLandgendarmen sollte man nur stramme junge Bad-fahrer anstellen, denn nur dann wäre den Badlernunter Umständen beizukommen. Berittene Wächterdes Gesetzes können uns nicht allzusehr imponieren,weil sie uns nur im schlimmsten Falle, bei starkenund langen Steigungen, einholen.

Der Boden wurde immer schlüpferiger, icli holtemeinenwasserdichten Mantel hervor, zog die Kapuzeüber Kopf und Mütze und war so eine Weile gegenden Begen, der immer intensiver wurde, gefeit. .Langedauerte auch diese Freude nicht, schon nach einer Viertel-stunde fühlte ich bedenkliche Feuchtigkeit an Schultern