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erblickte, erschrak ich vor mir selber, denn ichsah in der That absonderlich aus. Gerade wie meinRad, war ich über und über mit Schmutz bedeckt,sogar bis zur Spitze der Kapuze, die, wie ich jetztmit Entsetzen endeckte, mit der buntgefüttertenInnenseite nach Aussen an den Mantel angeknöpftwar. Aus derselben ragte nur die neugierige Naseund die blaue Brille malerisch hervor.
Ein gutes, preiswertes Mittagessen nahm ich mitden Sportsgenossen gemeinsam ein; nachher gal) eseinen fidelen Skat, dem sich eine musikalische Unter-haltung anschloss, bei der ein verstimmtes Klavierdie Hauptrolle spielte. Mit der projektierten Bestei-gung des Melibocus, des aussichtsreichsten Berges imOdenwald, war es für heute nichts; ade schöne Berg-strasse, du machst an diesem Regentage ein gar zutrauriges Gesicht. So bestiegen wir denn den nächstenZug der Strassenitahn und dampften frohgemut nachdem 13 Kilometer von Weinheim entfernten Heidel-berg, wo wir vor Abend anlangten. Das war dieerste Eisenbahnfahrt auf meiner Tour.
„Alt Heidelberg, du feine, du Stadt an Ehrenreich, am Neckar und am Rheine, keine andere kommtdir gleich!“ An diese Worte Scheffels denkt unwill-kürlich jeder, der die Stadt betritt. Mit dem siehoch überragenden Schlosse, den waldigen Höhen,im schönen Neckarthale hingebettet, ist Heidelbergein Juwel landschaftlicher Schönheit zu nennen.Kaum eine Stadt unseres weiten Vaterlandes kannsich mit ihr in Bezug auf die Lieblichkeit der Lage undUmgebung messen. Altehrwürdige Bauten und Denk-mäler geben der Stadt ein vornehmes patriarchalischesGepräge und die Hotten Söhne der Alma mater, derim Jahre 1386 gegründeten Ruperto-Oarola-Universität,umgeben das Heidelberger Leben mit dem Nimbus