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ertönten die frommen Gesänge der Mönche in ihrerschlichten Kiidachheit. Wie manches durch AVelt-sohmerz zerrissene Herz hat wohl an dieser Stättem stiller, gottgeweihter Zurückgezogenheit; Ruhe undFrieden wiedergefunden. Was ist von dem berühmtenKloster übrig geblieben? Fast nichts; unbarm-herzig geht die .Pflugschar der Zeit über jeglichesM enschenwerk hinweg, und einstens wird ein neues(i('schlecht- vor den Trümmern unserer mächtigsten-Mauten mit denselben Gefühlen stehn, die uns heutebeim Anblick der zahlreichen Ruinen am Rheinebeschleichen.
Vom rechten Rheinufer Hess ich mich nach derschönen Morgenwanderung durch die ozonreichenWälder des Siebengebirges mittels der Fähre wiederaut das linke übersetzen, da ersteres weniger interessantist und die Mandstrasse auch nicht die vorzüglicheBeschaffenheit des linken Ufers aufzuweisen hat. InMehlem, wo ich landete, schwang ich mich wiederaut’ mein treues Stahlross und fuhr in massigemTempo auf der fast immer am Rheine entlang laufen-den ebenen Strasse durch mehrere kleine Ortschaftennach Remagen, einem hübschen alten Städtchen mitH250 Finwolmern und prächtiger gotischer Kirche.Von hier aus lässt sich eine sehr lohnende Tagestourins Ahrthal unternehmen, aber ich zog es vor, diese biszu meinei' Rückreise aus dem Süden zu verschieben.
Oie ca. 10 km lange Strasse von Remagen bisKoblenz und die Kundschaft tragen ungefähr denselbenCharakter wie jene von Köln bis Remagen, ln denStädtchen am Rheine ist das Pilaster grösstenteilssehr schlecht; aber man sieht bei den sonstigen fin-den Radfahrer äusserst günstigen Strassen- und Terrain-Verhältnissen in dieser Gegend gerne über solchekleinen Misshelligkeiten hinweg.