Speißkammer. 79
Mltjetztgemellem gesottenem Saltz bereitenwir Teulschen alle unsere Speiß / unddaswirein Zeitlang unversehrt / als Fleisch / Fisch/Schmaltz/Butter/Kram/Wmtzel und anders/zum Vorrahtbehalten wollen/ bereiten wir da-mit wol. und legens ins Saltz. Es muß abersolche Arbeit im Winter wanne kalt ist/gesche-hen/dannimSommer/wanndiewarmeweicheLufft weh« / hilfft weder saltzen nock würtzen.
Also nochig/also anmmhig ist dasKocksaltz/nicht allein den Menschen / sondern auch demBiche/als Gelß / Scbaaff und Rinder/tragengrosseBegierd undiustzum Saltz. MangibtSaltz dem Vlehc unter das Fmier/ solcher Ga,ben wird man wieder in der Milch und Käsengewahr/dann die Kühe/sozuzeitenSaltzläcken/geben viel reichlicher Milch und Butter / wederdiejenige so kein Saltz versuchen.
Ohn Saltz hat man keinen Gottsdienfibey p,^,.Heyden und Juden lassen geschchcn/den Juden «p.n' '^'^wird mit außgelruckten Worten befohlen/daßsie alle ihre Opffer mit Saltz sollen auftragen.levit.2.
Die ieuche lnFranckreich und andern Län-dern haben vor unsTeutscken ein grossen Vor-«heil/ darumb daß das Saltz bey ihnen in denKauten/Salinenund tacken/ wann das Meerdarein lauft/von der Sonenliitz sich selber kocht/welcheSdarnach mit grossen Schiffen und Wa<gcn/nicht ohne Gewinn der Henschaften in an-dere Länder geführt wird. Es geschichlabersolsche Saltzkochung inRauten nit/wann der feuch,«Wind Austerbläset/sondernim trocknen wal,men Sommer. Wir