Anisol.
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Anisol, C 14 II„0 2 , welches selbst wieder eine grosse Anzahl vonProdueten liefert:
HO.C 16 II,0 5 + 2BaO = 2(BaO.CO i ) + C 14 H„O i .Das Anisol lässt sich auch durch Destillation des der Ani-sylsäure isomeren salicylsauren Methyloxyds (Gaultherialöl) mitBaryt gewinnen. Das Anisol, welches seiner Formel zufolge derPhenylsaure, C 12 H 6 O s , homolog betrachtet werden kann, besitztnicht wie dieses die Eigenschaft, sich mit Basen zu verbinden.Man kann es als die Methylverbindung der Phenylsaure ansehen.Es ist eine farblose Flüssigkeit von angenehmem aromatischemGeruch und 0,991 specil'. Gew., die bei 152" siedet. Sie ist inWasser unlöslich, leicht löslich in Alkohol und Aether.
Durch Behandlung mit Salpetersäure und Schwefelsäure er-hält man aus Anisol drei Nitroverbindungen, nämlich:
Nitranisol.....C 14 H r X 0. 2 ,
Binitranisol.....C 14 H 6 X 2 0 2 ,
Trinitranisol .... CuIL, X 3 0,,.Diese drei Nitroverbindungen liefern bei der Behandlung mitSchwelelwasserstoff drei verschiedene Basen, nämlich:Anisidin . . . . C 14 II 9 N ü 2 .Nitranisidin . . . C 14 H a X N 0 2 .Binitranisidin . . . C 14 H 7 X 2 N 0 2 .
Cumarin: Cj„ II S 0 4 .
555. In den Tonkabohnen, im Waldmeister (Asperula odo-rata) , im Ruchgras (Anthoxanthum odoralurri) , sowie in den inAsien beliebten Fahamblättern kommt ein krystallinischer Stoffvon starkem Geruch vor, dessen Identität in neuerer Zeit erwie-sen wurde und der gewöhnlich zu den Stearoptenen gerechnetwird. Man erhält ihn aus den Tonkabohnen durch Ausziehenmit Alkohol und Eindampfen der Lösung in farblosen vierseitigenSäulen, die bei 50° schmelzen und bei 270° sieden.
Das Cumarin besitzt einen stark aromatischen Geruch, derin verdünntem Zustande dein des Waldmeisters gleicht. Einegeringe Menge krystallisirtes Cumarin ist im Stande, einer be-trächtlichen Menge Weins die Eigenschaften des Maitranks zu er-theilen.
Es ist in Wasser schwer löslich, leicht in Alkohol; in Alka-fen löst es sich auf und wird durch Säuren wieder gefällt. BeimErhitzen mit Kalihydrat oder concentrirter Kalilauge verwandeltes sich unter Aufnahme von 2 Aeq. Wasser in Cumarsäure,11 0 . C 18 H 7 0 5 , die, durch Salzsäure abgeschieden, in farblosenStrecker, organ. Chemie. 30