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2 (1853) Organische Chemie
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Chromogene und Farbstofl'o.

Pflanzenlaser entweder durch Chlor oder durch die Rasenbleiche.Schweflige Säure verbindet sich mit vielen Farbstoffen zu farb-losen Verbindungen, in welchen der Farbstoff unzersetzt enthal-ten ist, so dass er auf Zusatz von verdünnter Schwefelsäurewieder zum Vorschein kommt. In dieser Weise verhalten sichnamentlich die rothen und blauen Farbstoffe der Blumenblätter.Andere Farbstoffe werden durch schweflige Säure auch gebleicht,aber ohne dass man durch Schwelelsäure wieder die ursprüng-liche Färbung hervorbringen kann. Die schweflige Säure hathierbei dem Farbstoff Sauerstoff entzogen und ihn dadurch ver-ändert. Schüttelt man Lösungen von Farbstoffen mit schwefli-ger Säure und Luft, so wird zugleich mit der schwefligen Säureauch der Farbstoff oxydirt und zerstört.

In der Färberei beruht die Anwendung der Farbstoffe darauf,dass man dieselben auf der organischen Faser (Leinwand, Baum-wolle, Seide, Wolle) in der Weise befestigen kann, dass sie inden meisten Lösungsmitteln unlöslich geworden sind; je unlösli-cher der Farbstoff auf der Faser ist, desto ächter ist die Farbe.Oft genügt es, das gebleichte Zeug in eine Lösung des Farbstoffszu bringen, um das Zeug zu färben, wobei durch die Verwandt-schaft der Faser zum Farbstoff dieser der Lösung mehr oderweniger vollständig entzogen und fixirt wird; man nennt solcheFarbstoffe Substantive.

In anderen Fällen wird dagegen die Färbung der Faser durcheinen dritten Stoff vermittelt, welcher im Allgemeinen den Ka-men Beize erhält. Als Beizmittel dienen hauptsächlich Salzevon Thonerde, Eisenoxyd, Kupferoxyd und Zinnchlorür. Alaunund Zinnsalz lassen die Färbung des Farbstoffes unverändert;durch Eisen- und Kupfersalze erhält man andere Farben. DasBeizmittel verbindet sich mit der Faser, so dass man es durchWasser nicht entfernen kann, ohne jedoch dabei die Form derFaser im geringsten zu verändern. Auch der Farbstoff hat sei-nerseits Verwandtschaft zu den Beizmitteln, und verbindet sichmit denselben zu unlöslichen Stoffen, so dass durch das Beizmit-tel der Farbstoff auf der Faser befestigt wird.

Flechtenstoffe.

488. In den verschiedenen Flechten (Lichenes) findet sicheine Anzahl eigentümlicher Stoffe von schwach saurer Natur,welche bei der Behandlung mit Alkalien, ja selbst beim Kochen