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2 (1853) Organische Chemie
Entstehung
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267
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Alloxan.

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anfangs unter Wärmeentwickelung und Aufbrausen auflöst, bisdie Lösung gesattigt ist, worauf sich bald Krystalle von Alloxanabscheiden, die man durch einen mit Asbest verstopiten Trichterabfiltrirt. Man versetzt die Salpetersäure von Neuem mit Harn-saure und erhält dadurch eine neue Menge von Alloxan. Löstman die Krystalle von Alloxan in warmem Wasser auf, so kry-stallisirt bei dem Erkalten wasserhaltiges Alloxan mit 0 Aeq.Krystallwasser in grossen wasserhellen Rhombenoctaedern. DasAlloxan ist löslich in Wasser, von eckelhaftem Geruch und saurerEeaction; es färbt die Haut roth. Das bei 100° getrocknete Allo-xan verliert in einem Strom von Wasserstoffgas bei 150° 2 Aeq.Wasser, färbt sich aber dabei braun; es ist nicht bestimmt, obdieses Wasser nur Krystallwasser ist, oder zur Constitution desAlloxans gehört. Mit Barytwasser oder verdünnten Alkalien inBerührung geht das Alloxan in Alloxansäure über, welche demAlloxan gleiche procentische Zusammensetzung besitzt (nimmtman dagegen die Formel des wasserfreien Alloxans gleichC B II 2 N s 0 an, so enthalt die Alloxansäure 2 Aeq. Wasser mehr).Zur Darstellung dieser Säure versetzt man Alloxan mit Chlorba-riumlösung und fügt bei gelinder Wärme Kalilauge zu, bis derNiederschlag bleibend zu werden anfängt, worauf sehr rasch allo-xansaurer Baryt, 2 Ba O . C 8 IL_ N 2 0 8 , in weissen perlglänzendenSchuppen niederfällt. Durch Zersetzen dieses Barytsalzes mitverdünnter Schwefelsäure erhält man die Alloxansäure frei, diebeim Verdunsten in weissen Nadeln krystallisirt. Die Alloxan-säure bildet mit 2 Aeq. Basis neutrale, mit 1 Aeq. Basis saure,krystallisirbare, in Wasser lösliche Salze.

Bei dem Erhitzen mit Salpetersäure wird das Alloxan in Pa-rabansäure, C B N 2 II ä 0 6 , unter Entwickelung von Kohlensäureverwandelt: C II, N 2 O 10 + 2 O = C 6 H, N 2 0 6 + 2 C 0 2 + 2 H ODie Parabansäure scheidet sich aus der eingedampften Flüssigkeitin farblosen dünnen sechsseitigen Säulen aus, welche beim Er-hitzen schmelzen und in höherer Temperatur zersetzt werden.Die Säure ist §ehr leicht löslich in Wasser und schmeckt starksauer.

Kocht man Parabansäure mit Ammoniak, oder übersättigtman eine Auflösung von Harnsäure in verdünnter Salpetersäuremit Ammoniak und dampft die Lösung ein, so krystallisirt oxa-lursaures Ammoniak aus, welches, in concentrirter Lösungmit Salzsäure versetzt, die Oxalursäure, C 6 H 4 N 2 0, als einweisses lockeres Krystallpulver fallen lässt. Die Oxalursäure istin kaltem Wasser schwer löslich, reagirt sauer und bildet mit