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2 (1853) Organische Chemie
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Stannatlivl.

Chlor, Brom, Jod u. s. w. sich vereinigt, wodurch es von denmeisten anderen zusammengesetzten Radicalen abweicht.

Bringt man das Stibathyl mit Jodäthyl zusammen, so verei-nigt es sich damit zu einer krystallinischen Verbindung, demJodstibäthylium, 4(C 4 H 5 )SbJ [nach der Gleichung:3 (C 4 H 5 ) Sb -f- C 4 II 5 J = 4 (C 4 H s ) Sb J], welches in seinen Verhält-nissen mit dem Jodstibmethylium übereinstimmt.

Sta nnäthyl.

338. Das Zinn vereinigt sich in verschiedenen Verhältnissenmit dem Aethyl zu cigenthümlichen gepaarten Radicalen, welchesich dem Stibmcthyl und Stibathyl anschliessen. Erhitzt manin einer zugeschmolzenen Glasröhre Jodäthyl mit Ziunspänenauf 150—160", so bilden sich strohgelbe Krystallnadeln von Jod-stannäthyl, C,II 5 SnJ. Dieselbe Verbindung bildet sich auch,wenn man Zinn und Jodäthyl dem Sonnenlicht aussetzt. Das-selbe ist in Wasser schwer löslich, leicht in Weingeist und Aether.Es schmilzt schon bei 42°, siedet bei 240" und sublimirt in leich-ten Nadeln. Beim Zusammenbringen mit Kalium oder Zink bil-det sich sogleich Jodkalium und das Stannäthyl wird frei undkann durch Aether aufgelöst werden. Das Stannäthyl, C 4 II 5 Sn,ist eine dicke ölige Flüssigkeit von 1,558 speeif. Gewicht. Esvereinigt sich unmittelbar mit den Metalloiden zu farblosen Ver-bindungen.

Das Stannäthyloxyd, C.,H 5 SnO, wird entweder durchOxydation des Stannäthyl« an der Luft oder auch durch Fällender Lösungen des Oxyds in Säuren, mittelst Ammoniak als einweisses geschmack- und geruchloses Pulver erhalten. Bei demErhitzen zersetzt es sich und verbrennt bei Zutritt der Luft.

Das Stannäthyloxyd verbindet sich mit den Säuren zu kry-stallisirbaren Salzen, die in Wasser und Weingeist leicht, inAether schwer löslich sind. Man kann diese Salze entweder durchAuflösen von Stannäthyloxyd in betreffenden Säuren oder auchunmittelbar aus Jodstannäthyl durch Behandlung mit Silbersalzendarstellen.

Das salpetersaure Stannäthyloxyd, C 4 H 5 SnO.N0 5 ,wird am leichtesten durch Zersetzung von Jodstannäthyl mit sal-petersaurem Silberoxyd dargestellt, und bildet leicht grosseKrystalle.

Man kennt ausserdem noch das B r o m s t an n ä t h y 1, C 4 H 5 SnBr,das wie das Jodstannäthyl sich verhält, und das Chlorstann-äthyl, C 4 H s SnCl, welches am leichtesten durch Auflösen von