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2 (1853) Organische Chemie
Entstehung
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196
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>S tib metIiy 1 ium.

Zersetzung mit Chlor-, Brom- oder Cyanquecksilber erhält. DasChlorstibmethylium, 4 (0>H 3 )Sb.Cl, krystallisirt aus derwässerigen Lösung in sechsseitigen Tafeln, die in Wasser undWeingeist leicht löslich sind. Mit Chlorplatin versetzt, scheidetsich aus dieser Lösung ein gelber krystallinischer Kiederschlao-.4(C 2 IL) SbCl + PtCl 2 ,ab, der in Wasser nur schwierig sich löst.

Die Verbindung des Stibmethyliums mit Schwefel lässt sichdurch Einleiten von Schwefelwasserstoff in eine Lösung vonStibmethyliumoxyd darstellen. Sättigt man die eine Hälfte derLösung vollständig mit Schwefelwasserstoff, setzt dann die anderezu und dampft ein, so bleibt Einfach-Schwefelstibmethy-lium, 4 (C 2 H 3 ) Sb S, als ein grünes Pulver zurück. Die wässe-rige Lösung desselben löst noch mehr Schwefel auf, wodurchhöhere Schwefelungsstufen entstehen.

Das Stibmethylium, welches diesen Verbindungen zu Grundeliegt, ist für sich noch nicht dargestellt worden, aber die soebenbetrachteten Verhältnisse zeigen, dass es ein zusammengesetztesRadical ist, welches dem Kalium ähnlich sich verhält. Zu-nächst lässt es sich wohl in seinen Verbindungen mit denAmmoniumverbindungen vergleichen. Eine Beziehung beider inden Formeln ist nicht zu verkennen. Wir haben gesehen, wiedas Radical Methyl den Wasserstoff in seinen Verbindungen zuersetzen vermag, ferner sind zwischen den Verbindungen vonStickstoff und Antimon manche Aehnlichkeiten zu bemerken;bezeichnet man nun 1 Aeq. Methyl (C 2 H 3 ) durch Me, so ist das:Stibmethylium .... Me„ Sb;

und das Ammonium......H, N

zeigt eine entsprechende Zusammensetzung.

Stibäthyl: C 12 H 15 Sb = 3 (C 4 H 5 ) Sb.

337. Das Stibäthyl entspricht dem Stibmethyl und wird wiedieses dargestellt. Man mischt Antimonkalium*) mit Quarzsandund befeuchtet die Masse mit Jodäthyl, worauf eine Erhitzungstattfindet, so dass der Ueberschuss des Jodäthyls sieh verflüch-tigt. Erhitzt man den Bückstand in mit Kohlensäure gefülltenDestillirapparaten, so verflüchtigt sich das Stibäthyl, das mandurch Rectification rein erhält. Das Jod vereinigt sich hierbeimit dem Kalium, während das Antimon mit dem Aethyl in Ver-bindung tritt. Das Stibäthyl ist eine wasserhelle dünne Flüssig-

*) Man erhält das Antimonkalium durch Glühen von Brechweinsteinin bedecktem Tieffei.