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2 (1853) Organische Chemie
Entstehung
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140
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140 Methylverbindungen.

durch die Zersetzung des essigsauren Kalis mittelst des galvani-schen Stroms gewonnen. Um es darzustellen schliesst man Jod-methyl mit Zink in eine Glasröhre und erhitzt dieselbe auf etwa150°, wobei das Jod sich mit Zink vereinigt und das Methyl ab-geschieden wird. Ein Theil des abgeschiedenen Methyls verei-nigt sich indessen mit Zink zu Zinkmethyl, C 2 IL, Zn, welches beidem Oeffnen der Röhre gemengt mit Jodzink zurückbleibt, wäh-rend das Methyl als Gas mit grosser Heiligkeit entweicht. Daszurückbleibende Zinkmethyl lässt sich durch Erhitzen in einemmit Wasserstoff gefüllten Apparat destilliren und wird hierbeials eine farblose Flüssigkeit erhalten, welche, sowie sie an dieLuft kommt, mit bläulicher Flamme unter Bildung einer dickenWolke von Zinkoxyd verbrennt. 1 Aeq. Methyl bildet 2 Volu-mina Gas, da' das speeif Gewicht desselben 1,03G beträgt. DasMethyl verbindet sich weder mit Sauerstoff, Schwefel, Jod, nochauch im Dunkeln mit Chlor; in dem Lichte wird es von Chlorunter Eildung von Chlorwasserstoffsäure in eine substituirte Chlorver-bindung verwandelt. Es verhält sich in dieser Beziehung wie derfreie Wasserstoff, mit dem es auch in seinen Verbindungen vieleAehnlichkeit zeigt, unterscheidet sich aber von ihm dadurch, dassdas Chlor nicht unmittelbar sich mit ihm vereinigt, sondern esvielmehr, in Folge der grösseren Verwandtschaft des Chlors zuWasserstoff, zersetzt.

Methyloxyd Verbindungen.

220. Das Methyloxyd vereinigt sich mit den Säuren in zweiVerhältnissen:

1. Mit 1 Aeq. Säure bildet es neutrale, salzartige Verbin-dungen, welche indessen von den Salzen der anorganischen Oxyde,sowie denjenigen der eigentlichen organischen Basen dadurchwesentlich unterschieden sind, dass sie in wässeriger oder alko-holischer Lösung durch doppelte Zersetzung nicht dargestelltwerden können. Dieselben bilden sich besonders leicht bei Ge-genwart von Salzsäure oder Schwelelsäure, werden aber durchAlkalien leicht zersetzt.

2. Eine zweite Art von Methyloxydverbinduugen sind diesauren Methylo.xydsalze oder die Methyloxydsäuren. Sie enthal-ten auf 1 Aeq. Methyloxyd 2 oder mehrere Aequivalente Säureund lassen sich als Verbindungen der neutralen Methyloxydsalzemit einem Säurehydrat betrachten. Sie sind daher gepaarte Säu-ren, in welchen die freie Säure ihr Sättigungsvermögen unver-