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2 (1853) Organische Chemie
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Citronensäure.

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serhellen Säulen krystallisirt. Die Krystalle enthalten 2 Aeq.Krystallwasser. Sie verwittern an der Luft und verlieren bei 100°sämmtliches Krystallwasser.

Die Citronensäure löst sich sehr leicht in Wasser auf, sowieauch in Weingeist, aber nicht in Aether.

201. Die Citronensäure liefert mit den Basen drei Reihenvon Salzen, in welchen entweder 1, 2 oder 3 Aeq. ihres Hydrat-wassers durch eine äquivalente Menge von Metalloxyden ersetztsind. Von den neutralen Salzen (welche 3 Aeq. Metalloxydeenthalten) sind hauptsächlich die Alkalisalze in Wasser löslich.Von den übrigen sowohl die zweifach -, wie die dreifach-sauren.

Das neutrale citro nensaure Kali, SKO.C^HäOu-f- 2 H 0, wird durch Neutralisation der Säure mit kohlensauremKali beim freiwilligen Verdunsten in wasserhellen Nadeln erhal-ten, die an der Luft zerfliessen, in Alkohol aber unlöslich sind.Setzt man zu diesem Salz doppelt so viel Säure, als es enthält,und verdunstet bei 40°, so krystallisirt ein saures Salz, KO.2lIO.CuH 5 Ou -(-4 HO, in grossen durchsichtigen Säulen, diein kochendem Weingeist löslich sind. Neuti'alisirt man dagegen2 Thle. Citronensäure mit kohlensaurem Kali und setzt hierauf1 Tbl. Citronensäure zu, so bleibt beim Verdunsten eine amorpheMasse des Salzes : 2 K O . H O . C IS II 5 O u .

Sättigt man eine Auflösung von Citronensäure mit Kalkmilch,so scheidet sich aus coneentrirten Lösungen neutraler citro-nensaurer Kalk, 3 CaO . C 12 H 5 O n -)~4HO, als ein feinesKrystallpulver aus. In verdünnteren Lösungen aber findet derNiederschlag erst beim Kochen statt. In der Kälte löst sichdann der Niederschlag wieder auf. Der citronensäure Kalk löstsich in Salzsäure und Essigsäure auf und wird durch Ammoniakin der Kälte nicht wieder gefällt.

Das citronensäure Silberoxyd, 3 AgO . C 12 H 5 O n ,fällt als ein weisser flockiger Niederschlag, der in dem Lichtesich leicht schwärzt; im kochenden Wasser löst er sich und kry-stallisirt bei dem Erkalten.

202. Schmilzt man Citronensäure mit Kalihydrat, so zerfälltsie in Oxalsäure und Essigsäure, nach der Gleichung:

C 18 H B 0 14 + 4 KO = 2 KO . C, 0 6 + 2 (KO . C, H 3 0 3 ) -f 2 HO.In wässeriger Lösung sich selbst überlassen, zersetzt sichdie Säure unter Schimmelbildung. Bei dem Erhitzen schmilztdie Citronensäure bei 150°, beim stärkeren Erhitzen bläht siesieh auf, entwickelt zuerst Wasser, Aceton und Kohlenoxydgas,während in der Betörte Aconitsäure bleibt, welche zuletzt eine