Einleitung.
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den Stoffen (Ferment) und Sauerstoff in Essigsäure, C 4 II, 0 4 ,über:
C 4 U 6 0^4 0 = 0,11,0,+ 2 HO.
Zu dem Eintreten der Verwesung bedarf es derselben Be-dingungen wie zu der Fäulniss, nur muss ausserdem noch Sauer-stoff vorhanden sein. Schliesst man diesen ab, so hört die Ver-wesung auf. Alle Umstände, welche die Fäulniss aufheben, ver-nichten daher auch die Verwesung.
G2. Durch die Fäulniss, Gährung und Verwesung verschwin-den die Thiere und Pflanzen nach ihrem Tode unseren Augen,indem nur die nicht flüchtigen Mineralbestandtheile, wie z. B.die Knochen, zurückbleiben. Alle organischen Stoffe werden beihinlänglichem Zutritt von Sauerstoff zuletzt in flüchtige Producte,namentlich in Kohlensäure, Wasser und Ammoniak verwandelt,welche von Neuem den Pflanzen als Nahrung dienen.
Die verschiedenen Methoden der Conservirung organischerStoffe gründen sich auf die oben angeführten Thatsachen.
Bringt man fäulnissfähige Stoffe mit Salz, Zucker, Wein-geist und ähnlichen Mitteln zusammen, so wird ihnen das zumEintreten der Fäulniss nöthige Wasser entzogen, und sie erhaltensich daher unverändert. Denselben Zweck erreicht man durchTrocknen bei höherer Temperatur. Durch das Käuchern wirdaber ausser dem Trocknen noch ein anderer Zweck erreicht, in-dem die Stoffe mit Kreosot, flüchtigen Oelen u. s. w. durchdrun-gen und so in, der Fäulniss nicht mehr fähige Stoffe verwandeltwerden.
Die Conservirung der Speisen nach der Appert'schen Me-thode, wobei die in hermetisch zugelötheten Blechbüchsen aufbe-wahrten Speisen auf die Temperatur des siedenden Wassers er-hitzt werden, beruht darauf, dass auch die schon eingetreteneFäulniss durch die Siedehitze aufgehoben, und dass gleichzeitigder eingeschlossene Sauerstoff von den organischen Substanzenaulgenommen wird. So lange zu den Speisen kein Sauerstofftreten kann, halten sie sich auch bei gewöhnlicher Temperaturunverändert, von dem Momente der Berührung mit Sauerstoff antritt die Fäulniss ein, welche aber durch Erhitzen zum Kochenwieder aufgehoben werden kann.
Um anatomische Präparate haltbar zu machen, behandeltman sie mit einer Lösung von Einfach-Chlorquecksilber (Subli-mat) oder mit Chlorzink, arseniger Säure u. s. w.
Die Hauptmasse des Holzes, die Zellensubstanz, ist der Fäul-niss nicht fähig, aber durch die Gegenwart albuminartiger Stoffe