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2 (1853) Organische Chemie
Entstehung
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29
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Einleitung. 29

oxydcn, so tritt 1 Aequivalent Wasser aus, dessen Stelle von1 Aequivalent des Metalloxyds eingenommen wird. Wir müssenalso die Essigsäure als das Hydrat der Säure C,H 8 0 3 betrach-ten und ihr die rationelle Formel HO . C, IL, O., geben. Ausanderen Gründen, die später deutlich werden, hat man angenom-men , dass die Essigsäure die SauerstoffVerbindung des RadicalsAcetyl (C, II 3 ) ist, und man kann daher ihre rationelle Formelauch IIO.(C 4 H)0, schreiben, wodurch man ausdrückt, dass dieEssigsäure eine Verbindung von 1 Aeq. Acetyl (C, IL,) mit 3Aeq. Sauerstoff ist, welche in der gewöhnlichen Säure noch mit1 Aeq. Wasser verbunden ist.

Die rationelle Formel desselben organischen Körpers wird jenach den Ansichten der Chemiker über die Zusammensetzungs-weise (Constitution) der organischen Stoffe oft verschieden ge-schrieben

Organische Radicale.

81. Wir haben schon zu Anfang angeführt, dass in denorganischen Stoffen kohlenstoffhaltige, zusammengesetzteRadicale enthalten sind, welche sich in ähnlicher Weise verhalten,wie die einlachen Radicale der unorganischen Stoffe, und die wirzur Unterscheidung von den zusammengesetzten Radicalen derunorganischen Chemie mit dem Namen organische Radicalebezeichnen. Wir wollen hier die Verhältnisse dieser Radicalenäher betrachten.

Die Mehrzahl der bekannten organischen Radicale bestehtaus Kohlenstoff und Wasserstoff (z. B. Aethyl = C 4 Il 5 ), eine klei-nere Anzahl aus Kohlenstoff und Stickstoff (z. B. Cyan = C 2 N);andere enthalten Kohlenstoff', Wasserstoff und Sauerstoff (z. B.Salicyl =. C 14 H, O t ). Durch Einwirkung verschiedener Stoffeauf die Verbindungen dieser Radicale lassen sich indessen auchnoch andere Elemente in die organischen Radicale einführen. Esgeschieht dies auf zweierlei Weise, nämlich entweder durchSubstitution, oder durch Paarung.

32. Substitution. Wir werden sehen, dass das Chlorauf die organischen Stoffe gewöhnlich in der Weise einwirkt, dasses Wasserstoff austreibt und sich an die Stelle desselben setzt,und zwar so. dass für jedes Aequivalent Wasserstoff, welchesaustritt, 1 Aequivalent Chlor an die Stelle tritt (substituirt). Wirunterscheiden das neue hierdurch entstandene Radical von dem