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2 (1853) Organische Chemie
Entstehung
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Einleitung.

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setzt, dass die Abweichung nicht grösser ist, als die Fehler beiguten Analysen, welche durch die Erfahrung auf 0,2—0,8 Proc.für den Kohlenstoffgehalt, und 0,1—0,2 Proc. für den Wasser-stoffgehalt festgestellt sind.

21. Die chemische Formel eines Stoffes soll indessen mehrals der blosse Ausdruck der procentischen Zusammensetzung des-selben sein; sie soll ausserdem aussprechen, wie viel Aequivalenteder einzelnen Elemente in einem Aequivalent der Verbindungenthalten sind.

Die procentische Zusammensetzung der reinen Essigsäurelässt sich z.B. durch die Formel CIIO darstellen, die Erfahrunghat aber gezeigt, dass die chemische Formel der Essigsäure dasVierfache des vorhergehenden procentischen Ausdrucks ist, näm-lich : C, Hj 0 4 , weil die hierdurch dargestellte Menge von Essig-säure sich mit 1 Aeq. Basis vereinigt.

Um daher die wirkliche chemische Formel eines Körpers zufinden, muss man ausser seiner procentischen Zusammensetzungnoch das Gewicht des Aequivalents desselben kennen, oder manmuss auf irgend eine Weise ermitteln, wie viele AequivalenteKohlenstoff (oder Wasserstoff oder Sauerstoff) in einem Aequi-valent der Verbindung enthalten sind, woraus sich das nach derprocentischen Zusammensetzung berechnete Verhältniss der Ele-mente, durch eine chemische Formel darstellen lässt. Die Analysedes Alkohols hat z. B. gezeigt, dass das Verhältniss der darinenthaltenen Elemente durch die Formel C. 2 II 3 O dargestellt wer-den kann; durch andere Versuche hat sich aber ergeben, dass derAlkohol 4 Aeq. Kohlenstoff enthält, wonach obige Formel ver-doppelt werden muss, so dass die wahre chemische Formel desAlkohols C 4 H„ 0, ist.

22. Die organischen Stoffe besitzen theils den Charaktervon Säuren, theils von Basen, theils sind sie indifferenter Natur.Man hat daher, je nach der Natur des zu untersuchenden Stoffes,verschiedene Wege zur Bestimmung des Aequivalents desselbeneinzuschlagen.

Um das Aequivalent einer Säure zu bestimmen, sucht manein neutrales Salz derselben darzustellen, und ermittelt die mit1 Aeq. der Basis verbundene Menge des organischen Stoffeswelche das Aequivalent der Säure ausdrückt. Hierzu eignen sichbesonders die Silberoxydsalze, weil sie in der Regel wasserfreisind und keinen Ueberschuss von Basis enthalten. Man verbrenntin einem Porcellantiegel eine getrocknete und genau abgewogeneMenge des Silbersalzes und bestimmt die Menge des hierbei hin-