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Berichtigungen und Ergänzungen.
Kerne der heterocykl ischen Keine.
Pyrrol-Beihe:«e-Pyrrolidinkarbonsäure
CR, CR,--COOH
I I "
CR. — CR
Tndol-KeiJic:
NH '
C (CH 3 )<- NH--'
Skatoless,igsäure
- 0 (CR,) --NH--Tryptophan (Proteinochromogen) ChHjjNjOj.
C,H r
~-G • CH a • COOH.
Pyridin-Keihe:
Pyridin C 5 H 5 N.
CH
K'H.
Indol C.H,
Skatol (Methylmdol) f'.H,
KG'
SCH.
HC«.
CH
CH
X
N
I-'vvinudm
-C (CH,)*^Skatolkar'oonsäureC,H 4 <^ ^ ^5C• COOH.
Hiermit ist aber die Anzahl der im Proteinmolekül enthaltenen Kerne noch lange nichterschöpft. Wie in den Glukoproteiden, den Mucinen, den Bestandteilen des thierischenSchleimes, dem Ovomnkoid, Ovalhumin, Chondromukoid als stickstoffhaltiges Kohlen-hydrat das Glukosairtin (aus dem Eiweiss der Froschdrüse wahrscheinlich CHauch Galaktosamin), so sind iD den Nuklein Stoffen, in denen Phosphor- ,-*~'^säuie mit grösseren organischen Gruppen verbunden an das Protein angefügt HC, Nist, — bei den Chondromukoiden ist an Stelle der Phosphorsäure Schwefel-säure enthalten — verschiedenartige Kohlenhydratgruppen, nämlich neben HO«-^ /CHHexosen auch Pentosen, enthalten; ferner entstehen bei der Spaltungder Nukleinsäuren die Purinabkömmlinge Adenin, Hypoxanthin, Guaninund Xanthin (siehe S. 60) sowie Verbindungen der Pyrimidingruppe').
Das niedrigste Molekulargewicht besitzt unter den Proteinkernen der Guanidinrest mit61, das höchste das Tryptophan mit 204; nimmt man als mittleres Molekulargewicht der amhäufigsten auftretenden Spaltungserzeugnisse 135, das des Proteins zu 150O0 an, sowie weiter,dass für je ein Molekül abgespaltener Aminosäure etwa 1 Meleküi Wasser eintritt, su be-rechnet sich nach Hofmeister,' dass auf ein Gesammtmolekül von 15000 etv u 125 Kernevon obiger Durchsehnittsgrösse entfallen.
Die verschiedenen Prote'instoffe liefern aber die obigen Spaltungserzeugnisse in sehrverschiedener Menge. So ergaben nach A. Kos sei 2 ):
Von 100 Thln. Stickstoff des
Proteinkörpers sind bei der
Spaltung enthalten
in Form von
100 Thle. ProteinkörperArginin
Salmin.........84,3 Gew.-%
Sturin.........58,2
HistonSyntonin .Milchkase'in .GlutenkaseinGlntenfibrinZein . . .
14,85,14,84,43,11,8
Harnstoff(aus Arginin)29,1 Thle.20,1 „
5,3 „
1,7 „
1,7 „
1,6 „
1,0 „
0.9 „
Harnstoff
43,9 Thle.21,7 „13,5 „5,1 „4,9 »4,4 „2,9 „1,9 „
Diaminosäuren
43,9 Thle.(30,1) „22,0 „
9,1 „
11,9 „
6.9 „
2,9 „
1,9 *
') In der Hefe ist von Aseoli ein Dioxypyrimidin (vielleicht Uracil , in der Thymusdrüse vonA. Kossei und Steudel ein 5-Methyl- 2,6-Dioxypyrimidin, das Thymin, gefunden, welches vonE. Fischer künstlich dargestellt ist.
2 ) Ueber ähnliche Ergebnisse bei der Hydrolyse verschiedener Proteinstoffe vergl. E. Abderhalden,eitschr. f. physiol. Chemie 1902/03, 37, 484, 485 u. 495; L. Langstein, ebemlort 1902/03,37, 508.