Kochsalz.
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wird. Nur in seltenen Fällen findet man in der Weise, dass süsses Tagewasser nachdem Salzlager gelangt, dort Salz aufnimmt und nach irgend einer Seite unter demDruck der abwärtsstrebenden Wassersäule wieder aufsteigt, eine zu Tage ausgehendeQuelle oder Soole genannt, welche so reichhaltig ist. dass sie mit Vortheil auf Koch-salz verarbeitet werden kann.
Das Steinsalz ist fast ganz reines Natriumchlorid (NaCl). So enthält 1 ) dasweisse Steinsalz von Wieliczka nur Spuren von Magnesiumchlorid; weisses Stein-salz von Berchtesgaden Spuren von Calciumchlorid und 0,15% Magnesiumchlorid;gelbes Steinsalz von Berchtesgaden 0,07 °/„ Magnesiumchlorid; Steinsalz von Hallin Tyrol 0,25 °/ 0 Calciumchlorid, 0,12% Magnesiumchlorid und 0,20 % Calciumsulfat;Knistersalz von Hallstadt Spuren von Kaliurochlorid und 1,86 n / 0 Calciumsulfat; Stein-salz von Schwäbiechhall 0,09 % Kaliumchlorid und 0,28 °/ 0 Calciumchlorid.
Das Steinsalz wird aber wegen seiner Härte nicht als Speisesalz benutzt; esdient in der Industrie zur Soda-Fabrikation oder als sog. Leckstein für das Vieh.
Die Küchen- und Tafelsalze werden fast ausschliesslich aus dem Meer-und Soolwa8ser dargestellt.
Das Meerwasser sowohl, wie die Soolwässer enthalten neben dem Chlor-natrium stets noch andere Salze und sind ausserdem zu geringhaltig, als dass siedirekt zur Darstellung des Kochsalzes verwendet werden könnten. Man sucht siedaher einerseits durch Verdampfung des Wassers zu koncentriren, andererseits vonden begleitenden Salzen zu reinigen.
Dieses geschieht dadurch, dass man sie entweder, wie z. B. das Meerwasser, inbesonderen flachen, gegen die Fluthen geschützten Behältern sammelt und dort vonMitte Mai bis Mitte Juli der freiwilligen Verdunstung anheim giebt, oder dadurch,dass man in den „Salinen" Soolwässer an Gradirwerken langsam heruntertröpfelnoder aus flachen Behältern langsam von einem Behälter in den anderen fliessen lässt.
Der Gehalt des Meer- und Soolwassers an Salzen ist nach einigen Analysenfür 1 1 folgender:
Meerw
lsser
Soolwässer
Fester Rückstand
6,69-
38,42
33,44 — 2
64,27
Darin: Chlornatrium
5,15-
29,54
27,41 — 2
54,65
Chlorkalium .
—
0 —
1,62
Chlorcalcium
—
0-
1,72
Chlormagnesium
0,65—
4,88
0 —
4,6
Bromnatrium
Spur—
0,56
0 —
0,003
Brommagnesium
0—
0,03
0-
0,035
Kaliumsulfat
0—
1,81
0—
1.48
Natriumsulfat .
—
0—
0,28
Calciumsulfat
0,28—
5,59
2,66 —
5,68
Magnesiumsulfat
0.35 —
2,46
wenig—
2,45
Calciumcarbonat
0-
0,37
V
0,49
Magnesiumkarbemat
Spur—
0,21
n
0,06
Ferrokarbouar . .
—
Spur—
0,03
nebst Spuren von Thonerde, Eisenoxyd, Kie
seh
Sure, ferner auch
Jod salzen : manche Soolwässer ent
halten nicht unerhebliche Mengen Chlorst)
0*1
tium und Chlor
lithium, wie
aus unten folgender
Analysen der Mutterlaugen hervorgeht
') Jul. Post, Grundriss der ehem. Technologie. Berlin 1879, 337.