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Alkoholische .Getränke.
eisernen Bügels von dem Korke, wobei das ganze im Flaschenhalse befindliehe Hefen-Depot mit etwas Wein herausgeschleudert wird; nachdem derselbe Arbeiter den Weinwieder auf das ursprüngliche Volumen aufgefüllt hat, verschliesst er die Flasche vor-läufig wieder und übergiebt den Wein einem zweiten Arbeiter zur Dosirung.
Wichtig ist es, dass die Hefe sich vollständig abgesetzt hat und der Wein voll-ständig klar ist. Das Klären von der Hefe wird auch wohl dadurch unterstützt, dassdie Flaschen, während sie sich in einem Apparat um ihre Achse drehen, durch kleineeiserne Hämmerchen längs der ganzen Wandung beklopft oder wie man sagt „elektri-sirt" werden. Nach anderen Angaben bringt man den Hals der Flaschen 6 cm tiefin eine Kältemischung, bis sich ein Eiszapfen, der das Het'en-Deput einschliesst, imHalse gebildet hat: nach Entkorken der Flasche wird dann das in Eis eingeschlosseneDepot durch den Druck der Kohlensäure herausgeschleudert.
d) Die Dosirung oder der Likörzusatz. Die Dosirung besteht in demZusatse einer gewissen Menge sog. Likörs, wodurch dem Schaumweine die ent-sprechende Süsse sowie Stärke ertheilt wird und auch der Geschmack nach Wunschbeeinflusst werden kann.
Der Likör besteht in der Hauptsache in einer Auflösung von Kandiszucker inWein und Kognak, neben verschiedenen sonstigen Zusätzen, besonders von gewissenDessertweinen, wie altem Xeres, Madeira, Portwein stc. Der E,ohrzucker des Likörsgeht beim längeren Lagern in Invertzucker über und besteht wohl kein Zweifel, dassein Theil des Wohlgeschmackes genügend lange abgelagerter Schaumweine auf dieseUmwandlung zurückzuführen ist.
In neuerer Zeit hat man auch Apparate (z. B. Maumene's Garde-mousseux, eininnen versilbertes Metallgefäss) in Anwendung gebracht, welche das Dosiren undWiederauffüllen (mit Wein) ermöglichen, ohne dass ein Verlust von Kohlensäurestattfindet (mit Ausnahme jenes Verlustes, der durch das Ausstossen der Hefe ver-ursacht wird).
Den Schluss der Handhabungen bildet das endgültige Verkorken und Verbindenmit Schnur und Draht, sowie das Adjustiren der Flaschen, welches darin besteht,dass man den Hals derselben bis uuter die leere Kammer mit Stanniol (oder feinemFlascheulack'l umgiebt.
Die zweite Vergährung des Champagners in Flaschen ist verhältnissmä3sig sehrkostspielig, weshalb man nach verschiedenen Vorschlägen, so von Rousseau, Brausund Neubert, F. König, ßeihlen, versucht, hat, dieselbe in grösseren Gelassenvorzunehmen, Die zur Schaumweinbereitung bestimmte Mischung wird mit Zucker ver-setzt und in grossen emailhrten G-efässen, die luftdicht verschlossen werden können, durchdie sog. „Gährf'ässer" der Gährung (sog, Glanzgährung) unterworfen, wobei eine kaumnennenswerthe Hefenabscheidung stattfindet. Der in voller Gährung befindliche Weinwird durch eigene Apparat", ohne dass ein Verlust an Kohlensäure stattfindet, in diebereit gehaltenen Flaschen, in welche man vorher die Likörmenge gebracht hat. ge-füllt und verkorkt.
2. Die Bereitung von Schaumwein durch Sättigen mit besonders er-zeugter Kohlensäure. Dm die Schaumweinbereitung noch mehr zu verbilligen,pflegt man in den wie üblich vergohrenen und mit Likör versetzten Jungwein auchkünstlich Kohlensäure einzupressen.
a) Nach dem älteren Verfahren mit gasförmiger Kohlensäure. Bei