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Ueber die Zusammensetzung von Rosinen und Cibeben vergl. auch weiter S. 961.Für die Benutzung zur Süssweinbereitung müssen die Rosinen entkämmt, die einzelnen Beerenmit der Hand ausgelesen und weiter mit kaltem Wasser änsserlich gewaschen werden. Diegereinigten und trockenen Cibeben werden dann entweder auf besonderen Maschinen zerriebenodj:r in anzerkleinertem Zustande mit Wein übergössen, etwa 2 Tage damit stehen gelassen,darauf in Trockenmühleit zu Maische verarbeitet, letztere nochmals 2 Tage lang stehen ge-lassen und schliesslich die Maische abgepresst. Die Pressflüssigkeit wird in kleine Fässervon etwa 2 hl gefüllt und etwa 4 Wochen, um die gelösten stickstoffhaltigen Stoffe abzu-scheiden, einer Grährung bei ziemlich hoher Temperatur (etwa 20°) überlassen, wobei es siebempfiehlt, gährkräftige Hefe von bestimmtem Typus zuzusetzen und nach Beendigung derGrährung zu pasteurisiren, um Nachgährungen zu vermeiden.
In der Kegel rechnet man auf 1 1 'Wein, als welcher meistens nicht der beste an-gewendet zu werden pflegt, l / a kg Gibehen und falls die Maische hierdurch mehr genügendZucker annimmt, setzt man vor und während der Grährung auch noch Rohr- oder Invert-zucker zu, ferner nach der Grährung häufig auch uoch Alkohol (Weinsprit).
Neben Cibeben und Zucker werden über auch vielfach Auszüge von getrocknetenZwetschen, Feigen, Nüssen, Mandeln, Hopfen, Lorbeer-, Pfirsichblättern,sauren Kirschen, Orangen etc., ferner auch Honig verwendet; dazu kommen eine Reihevon Bouquetstoffen, die dem Wein die Eigenart des betreffenden Süssweines verleihensollen, sowie Essenzen, z. B. Auszüge von Muskatnüssen, Hollunderblüthen,Piment, Gewürznelken, Kinogummi, Himbi ir- und Veilehenwurzeln etc.
Derartige Zusätze erfolgen auch mitunter selbst zu den Originalweinen in den be-treffenden Ländern.
Drei aus Rosinen (einer von Thyra-Rosinen) hergestellten Süssweine ergaben nach Bd. I,S. 130:? im Mittel für 100 cem in s:
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Um die Herstellung \on Trockenbeer-Süssweinen im Korden zu erleichtern, hat manin südlichen Gregenden damit angefangen aus den Cibeben oder Halbcibeben Auszüge, dieCibebenexirakte herzustellen, welche man. um Süsswein zu erhalten, nur mit so vielWein zu verdünnen braucht, als man für zweckmässig hält. Die eingeschrumpften Traubenwerden zerquetscht und hieraus unter Anwendung stark wirkender Pressen ein syrupdiekerSaft gewonnen, der entweder direkt oder mit Alkohol vermischt in den Handel gebrachtwird. Hierzu gehört der sog. griechische Sekt — über die Zusammensetzung vergl.S. 1297 —, von dem man nur 1 blase he ani 2 Flaschen Wein zu nehmen braucht, um einen
') Ais Gewicht von 100 Trocktnbeerea schwankte von 13,0 — 84,4 g.
2 ) Im drittel von 4 Sorten; die Sultaninen enthielten gar keine Kerne, die von Zante nur1,6 Stück in 100 Beeren.