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nie pflanzlichen Nalirungs und Genussmittel.
(C S8 H 46 N 2 0 -j- H 2 0) nachgewiesen; dasselbe zerfällt durch Erhitzen mit Salzsäurein „Kokasäure" (C 18 H 16 0 4 ) und Ekgonin (O s H 15 N0 3 ). Die. von Liebermannisolirten basischen Körper Isatropylkokai'n, Truxillin, Koka'idin sind nach 0. Hesse'•eine einheitlichen Verbindungen, während das „Hygrin" Losseu's als ein Zer-setzungsc-rzeugniss der .Sestaadtheile der Kokablätter anzusehen ist, welches sichwährend der Verarbeitung bezw. Untersuchung bildet.
Weiter hat W. Hesse 1 ) in den Kokablättern von Java 2 Glukoside, dasKokacitrin (C 28 H Si 0 17 -f 3 H 2 0) und das Kokaflavin (C 34 H 38 0 19 + 12 H 2 0),beides gelbe Farbstoffe, nachgewiesen. Ersteres Glukosid ist als ein Quercetin undvon Warden als Kokagerbsäure beschrieben; es zerfällt mit verdünnten Säurennach der Gleichung:
C 28 H», 0, 7 + 2 JrL.0 = 2 G 6 H la O e + C 16 H ]2 0,Kokacitrin Kokaose KoKacetin.
Die Kokaose ist vielleicht d-Talose; sie liefert ein bei 179—180° schmelzendesOsazon; ihr Drehungswinkel a [d] ist -= -4- 18,8°. Das Kokacetin reagirt sauer undgiebt mit Eisenchlorid eine schwarzgrüne Färbung.
Das Kokaflavin liefert durch Kochen mit verdünnter Schwefelsäure nach derGleichung:
C„H a 0,, + 2 H„0 = 0 6 H i2 O 8 + 0 6 H, 2 ü 6 + C ffl H 18 0 9Kokaflavin Glukose Galaktose Kokaflavetin.
Kokacetin (C ]ß H 12 0 7 -\- 3 H x O) wie Kokaflavetin (C 22 H 18 0 9 -f 3 H 3 0 =s C !0 H 12 O 7(0 . CH 3 ) ä -J- 3 H 2 0 finden sich in geringen Mengen in den ätherischen Auszügendes Rohkokacitrins; indess glaubt W. Hesse, dass die beiden Glukoside, Kokacitrinund Kokaflavin die ursprünglichen Bestandtheile der Javakoka sind und die beidenanderen gelben Farbstoffe, das Kokacetin und Kokaflavetin, sich nachträglich bei derAusziehung als Spaltungserzeugnisse gebildet haben.
Arekasamen und Betelblätter.
Die nach S. 1066 von den Malayen, Mongolen und Hindus gemeinschaftlich mitden Betelblättern leidenschaftlich gern gekauten Arekasamen stammen von derAreka-Palme (Areca Catechu L.); sie sind 1,5—2,5 ccm lang, verkehrt kreisel- biskurz kegelförmig, am Grunde eingedrückt, braun bis braunroth und schmecken herbe.
Das Beteiblatt entstammt dem Betelpfeffer (Piper Betle L.), ist bis 18 cmlang, 10 cm breit, fast eiförmig, oben stark zugespitzt, am Grunde herzförmig und5-rippig; die Ober- und Unterseite ist mit unter der Lupe erkennbaren weissen,glänzenden Fleckchen bedeckt. Der Geschmack ist aromatisch und milder als derder Arekasamen.
Die Zusammensetzung beider Genussmittel ist nach je einer Analyse folgende:
') Journ. f. prakt. Chemie 1902 [8], 66, 201.