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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Gewürze.

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gelbe Beere (von der Grösse einer Aprikose), deren lederartiges, derbes Frucht-fleisch bei der Reife aufspringt und den braunen Samen mit der netzartigen,karminrothen Hülle (Samenmantel = Arülus) entlässt.

Der Muskatnussbaum trägt während des ganzen Jahres Blüthen und liefertauch jederzeit Früchte; doch wird meistens nur 3-mal im Jahre «-cerntet, Frühjahr,Sommer (Juli und besonders August) und im Herbst.

Zur Erlangung guter, vollwert!)iger Waare dürfen nur vollkommen reifeFrüchte gesammelt werden. Die Reife erkennt man andern Aufspringen der fleisch igenFruchtschale und an dem Sichtbarwerden des leuchtend rothen Samenmauteis(Macis). Dieser Zeitpunkt muss sogleich benutzt werden, da schon etwa 24 Stundennach dem Aufbrechen der reifen Früchte die Nüsse mit oder ohne Schalen ab-fallen und durch längeres Liegen auf dem Boden, besonders des Nachts, leidenund den Insekten zum Opfer fallen.

Ein weiteres Erforderniss zur Erzielung guter Nüsse, ist schnelles Trocknenderselben. Wenn der Samenmantel abgeschält ist, werden die Samen erst mehrereWochen über Feuer getrocknet, bis die Kerne in der Schale rappeln; dann werdendie Schalen mit hölzernen Knütteln zerschlagen, die schadhaften Kerne ausgelesen,die guten dagegen in Kalkmilch umgerührt oder auch längere Zeit in solcheeingelegt und hierauf an der Luft unter Dach getrocknet. Durch das Kalkenerhalten die Muskatnüsse einen kreidigen Anflug: es bezweckt, einerseits die Keim-kraft zu vernichten, andererseits die Nüsse vor Insektenfrass zu schützen, besondersvor dem Muskatwurm, welcher durch Anbohren der Nüsse, schon auf dem Räume,eine ganze Ernte verderben kann.

Nach Deutschland werden fast ausschliesslich Banda-Nüsse und nur in ge-ringer Menge solche von Pcnang und Java eingeführt. Nur ein kleiner Theilwird für den Versand in den Schalen belassen.

Der Werth bezw. Breis der Nüsse richtet sich nach deren Grösse, Schwereund Härte; je härter eine Nuss ist, desto höher wird sie geschätzt. Auf 1 kggehen zwischen 150400 und mehr Nüsse und schwankt demgemäss der Preiszwischen 480 120 Mk. für 100 kg.

b) Die langen Muskatnüsse von Myristica argentea Warb., die vorwiegend ausNeu-Guinea stammen und in Deutschland ausser alslange" Nüsse auchwilde"NüsseMakassar u -Nüsse, seltenerPapua"-Nüsse, Neu-Gruinoa-Nüsse genannt werden.

Ein botanischer Futerschied, den man besonders zwischen Makassar- und Papua-Nüssen angenommen hat, besteht zwischen diesen Sorten nicht; sie stammen allevon Myristica argentea ab. Von den langen Muskatnüssen gehen 130140 Stückauf 1 kg und kosten 100 kg 280250 Mk. Die Einfuhr von langen Muskatnüssennach Holland beträgt durchweg % V, 0 (3000077000 kg), von der an echtenNüssen (370 000-800000 kg).

c) Ausser diesen beiden Sorten Muskatnüssen kommen nach J. Mo eil er noch einigeandere minderwerthige Sorten in den Handel, nämlich;

'i) Myristiea fatna Hontt. (M. tomentosa Thhg.), (leren lange oder männliche, Muskat-nüsse denen der echten Muskatuuss ziemlich nahe kommen; sie stammen ebenfallsvon den Molukken;

'f) Myristica officinalis Marl., in Brasilien einheimisch, deren Nüsse aber voll-ständig geruchlos sind;

y) Myristica sehifera Sw. (oder Ticola sehifera Lieblet, von Guyana), deren Samennur zur Darstellung des Vicolafettes verwendet werden ;

5,) die kalifornischen Muskatnüsse, welche von einem Nadelbaum (Torreya eali-fornica |T. Myristica Hook]) stammen, in ihrem äusseren Ansehen zwar den echten