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Süssstoffe.
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Die Beschaffenheit des Honigs (Farbe, Geruch und Geschmack) hängtganz von den Blüthen ab, von denen der Honig gesammelt ist. Als bester Honiggilt der von Lindenblüthen, Heidekraut und Buchweizen, weniger geschätztist Koniferenhonig; derselbe ist dunkeler gefärbt und erstarrt wegen seines Ge-haltes an Dextrin schwieriger als die ersteren Honige, ist weniger süss und besitztmitunter einen eigenartigen (terpentmartigen) Geruch und Geschmack.
Auch die überseeischen sog. Havannahonige gelten wegen ihrer durchweggrossen Unreinheit, wegen der schmutzig gelben bis braunen Farbe und auch wegenihres meistens schwachen, weniger angenehmen Geruches und Geschmackes zu dengeringen Sorten.
Ferner ist von Einfluss auf die Beschaffenheit des Honigs die Art der Ge-winnung. Man unterscheidet vorwiegend zwei Verfahren. Man stellt entweder dieaus dem Stock genommenen Waben so, dass ein Theil des Honigs von selbst aus-fliessen kann, oder man schleudert den Honig mit einer Centrifuge aus den Wabenaus. Der auf die eine oder andere Weise gewonnene Honig heisst „Jungfern-Honig"; er ist der reinste Honig, hat eine weisslich- bis blassgelbe Farbe, einenangenehmen, aromatischen Geschmack und wird bald körnig.
Von geringerer Beschaffenheit ist der durch Auspressen und Erwärmen ge-wonnene, gemeine oder ausgelassene Honig, welcher dickflüssig, von gelber bisbraungelber Farbe ist und durchweg Blumenstaub und Wachstheilchen mit einschliesst.Letztere Honige werden dann wohl durch Erwärmen und Filtriren (Seimen) gereinigt;oder man löst den Honig in l 1 / 2 Thln. Wasser, setzt weisse Thonerde zu (auf 1000 Honigetwa 15 Thonerde), kocht die Lösung, schäumt ab, filtrirt durch pinen Spitzbeutelund dampft wieder auf das ursprüngliche Gewicht des Honigs ein. Reagirt der roheHonig sauer, so soll vor der Klärung mit Calciumkarbonat neutralisirt werden, undfalls Thonerde zur Klärung nicht ausreicht, wendet man Tannin an. Auch hat mansogar Alkohol zur Reinigung vorgeschlagen: 5 Thle. Honig werden in 3 Thln. Wassergelöst, mit 2 Thln. Alkohol versetzt, einige Tage stehen gelassen, filtrirt und dasFiltrat zum Syrup eingedampft.
Am höchsten bezahlt werden ganze, mit bestem Honig vollgefüllte Waben;indess entstammen solche auch zuweilen Korbstücken, deren Inhalt theils aus Bienen-brot oder gar aus abgestorbener Brut besteht.
Frisch ausgelassener Honig ist klar und dünnflüssig, trübt sich aber all-mählich und erstarrt entweder ganz oder theilweise früher oder später zu einer mehroder weniger krystallmischen Masse. Die festen Krystalle bestehen vorwiegend ausGlukose, der flüssige Antheil aus Fruktose, welche letztere im natürlichen Honigdurchweg etwas überwiegt.
An sonstigen Bestandth eilen enthält der Honig ferner: Saccharose, Dextrine(Achroodexfrin), geringe Mengen Stickstoff-Verbindungen, gummiähnliche Stoffe,Wachs, Farbstoffe, aromatische Stoffe (Oele bezw. Terpene), organische Säuren (vor-wiegend Ameisensäure, nach anderen Angaben unter Umständen auch Milch-, Aepfel-und Weinsäure und in älteren Honigen auch Oxalsäure r), Mineralstoffe (vorwiegendaus Phosphaten bestehend), und pflanzliche Gewebselemente, besonders Pollenkörner.
Für gewöhnlich dreht der Honig die Ebene des polarisirten Lichtes nach links,es giebt aber auch in Folge besonders beschaffener Nahrung der Bienen rechts-drehenden (Tannen-, Rohrzucker- und Honigthau-) Honig.