Grösse der Ausnutzung der Nahrungsmittel.
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15,2 g, bei einer Einnahme von 240 g Butter und 214 g Nahrungs-Fett uur 5,8 g Fettim Koth abgegeben wurden. Das erklärt sich wohl daraus, dass das Fett im Speckin Zellen eingeschlossen ist, während das Butterfett aus freien Fettkügelcben besteht.
Die erhöhte Fett-Einnahme hat die Ausnutzung der Kohlenhydrate inder Nahrung herabgesetzt; bei annähernd gleichen Mengen Kohlenhydraten in derNahrung werden bei einer Einnahme von etwa 100 g Fett nur 1,6 °/ 0 , bei einer Ein-nahme von 193 —300 g Fett dagegen 6,2 — 6,8 °/ 0 der Nahrungs-Kohlenhydrate derAusnutzung entzogen.
"W. Tschernoff 1 ) fand, dass bei gesunden Erwachsenen und Kindern vomMilchfett 90—95% verdaut wurden.
Diese Versuche zeigen die hohe Ausnutzungsfähigkeit des thierischen Fettes.
Ueber die Verdaulichkeit des pflanzlichen Fettes im Vergleich zum thieri-schen lauten die Ver-mchsergebni.'se verschieden.
Ad. Mayer 2 ) ermittelte die Verdaulichkeit von Naturbutter- und Kunst-butterfett, ij;dem er zu einer sonst regelrechten Kost einmal 62 g bezw. 72 gNaturbutter, dann 62 bezw. 72 g Kunstbutter setzte und die Menge des im Kotheiues Erwachsenen und Knaben ausgeschiedenen Fettes bestimmte. Das Naturbutfer-fett ward' 1 rur.i! bis auf 2%, das der Kunstbutter bis auf 4 % verdaut. Dem ent-sprechend erwies sich das Milchbutterfett auch leichter verseifbar als das derKunstbutter.
Auch N. Kienzl 8 ) findet eine geringere Ausnutzung der Margarine gegen-über Kuhbutter; er üess eine 30 Jahre alte Person neben 213 250 g Fleischund 3*3—425 g Brot etc. je 2-mal 2 Tage lang abwechselnd andere Fette, nämlichMargarine -j- Margarineschmalz (bezw. Oleomargarin} und Kuhbutter -+- Butterschmalzverzehren und gelangte im Mittel zu folgenden Ergebnissen:
™ • , , ,. i -ewi ■ i vr i ^on den; verzehrten Fei im Koth
Fleisch und Brot -4- Fett vn der Nahrung ...
' u ü<ius£eE.u! zt ausgeschieden
Margarine...... 199,5 g 4,82 %
Kuhbutter...... 183,0 „ 3,85 „
Trotz der hohen Fettgabe sehen wir auch hier eine gute Fettausnutzung, dieaber bei Kuhbutter rund 1 % höher ist, als bei Margarine
Einen noch etwas grösseren Unterschied zwischen beiden Fetten erhieltenHultgren und Landergren 4 ) durch 5 Versuche au sich selbst, indem sie dieFette ausschliesslich neben Roggenbrot, Bothwein und AVasser verzehr) :Q, sie fanden:
Brot -f-
Marga rineKuhbutter
Hultgren
Fett in derNahrung
Fettverlusf im
Koth
10(1.9104,8
4,58
i.a ndi rjrcnFett in <!■ ■ Fettverlust imNahrung Koth
g
12.-), 5
14 CS
7,81
(» 4 0
Wenngleich bei beiden V ersuchsanstellern die Feltausnutzung verschieden war, sohaben doch Leide das Kuhbutterfett besser, nämlich H. um 1,86 "/ Q . U. um 1.41 %besser ausgenutzt, als das Margarinefett.
') Arch. f. pathol. Anatomie 1884, 98, 231.
*) Landw. Versuchsstationen 1883, 29, 215.
\t Oesterr. Chem.-Ztg. 1898, 1, 19«.
*) Zeitschr. f. Untersuchung d. Nähr.- u. Genussmittel 1899, 2, 770.