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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Grösse dei Ausnutzung der Nahrungsmittel.

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Hier stellte sich die Ausnutzung von Kuhmilch mit Hafermehl sogar günstigerals die von Kulimilch allein.

Blauberg 1 ) verfolgte die Ausnutzung der-Mineralstoffe bei Säuglingen undfand, dass ein natürlich ernährter. 5 Monate alter Säugling die Salze der Mutter-milch zu 82 °/ 0 , ein anderer Säugling (Flaschenkind) dagegen die Salze der Kuhmilchnur zu 61 °/ 0 ausnutzte.

Im allgemeinen werden beim Kinde von den organischen Milchbestand-theilen nur 5 °; 0 unausgenutzt ausgeschieden und kann angenommen werden, dass dieseVorwiegend vou Darmabsonderungen, von Korpersäften bezw. Epithel, nicht aber,oder unter regelmässigen Verhältnissen nur zum geringen Theil von unverdauten Be-standteilen der Milch herrühren.

J. Förster 2 ) fand bei einem Säugling, der mit Kuhmilch und Beiswasser er-nährt wurde, dass auf 100 Thle. Nahrungstrockensubstanz 6,35 % Kothtrocken-substanz ausgeschieden wurden, während W. Camerer dieses Verhältniss bei einemSäugling, der Kuhmilch und Laktine genoss, wie 100:7,1 ermittelte.

Auch erwachsene Kinder können reine Milch noch gut ausnutzen; so fand«. Camerer 2 ) für zwei (10-und 12-jährige) Mädchen, die nur Kuhmilch und etwasKaffee erhielten, im Mittel:

Tägliche

Milch

frisch trocken

1. Zufahr......1852 g 231,5 g

2- Ausfuhr im Koth ... — ., 13,1 _

Also unausgenutzt

5,7%

Hierin für den TagStickstoff Fett Milchzucker

10.95 g 55,55 g 94,45 g

0,48 „ 1,55 „ (nicht angegeben)

4,4 %

2,8%

P. Müller 8 ) schliesst daraus, dass im Koth des Säuglings bei Kuhmilchnahrmig

im Verhältniss zum Stickstoff nicht mehr organischer, von Nuklei'n bezw. Kasein

herrührender Phosphor als bei Ernährung mit Muttermilch, — das Verhältniss

N .

js im Koth war bei Muttermilchnahrung = 143,7, bei Kuhmilchnahrurig r=

158,9 —, ausgeschieden wird, dass das Kuhkasei'n im vollkommen normalen Säug-hngsdarm nicht mehr phosphorreiche Verdauungsrückstände hinterlässt, als das*rauenmilchkasei.'n und wenn letzteres als völlig verdaulich angesehen werden kann,80 gilt dieses auch vom Kuhkasei'n.

Von diesen Ergebnissen nicht unwesentliche Abweichungen erhielten M. E. Jaffa 4 )ln Kalifornien (Nr. 1) mit einem 8 Tage alten Kinde und Bryant 6 ) in Connecticut\Nr. 2 und 3) mit einem 9 Monate alten Kinde, die beide mit Kuhmilch ernährtw urden. Letzteres Kind erhielt in einem zweiten Versuch neben Kuhmilch auchloch Haferschleimmehl.

Es wurden von diesen Kindern in Procenten der verzehrten Menge ausgenutzt:

') Zeitschr. f. Biologie 1000, 40, 1 U. 3G.

2 ) Ehendort 1880, 16, 4?<M.

*) Ebendort 1900, 39, 451.

') California agric. Exper. Stat. 1900, 33, Bulletin No. 84.

s ) Connecticut Storr's Stat. Rpt. 1886, 183.