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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Die Verdauung.

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Das Indol, C 8 H 7 N, (8. 79) ist ein beständiges Erzeugniss der ProteVnfäulniss imDarm und ein beständiger Bestandteil des Kothes; es ist die Vorstufe des Indikans imHarn, welches nach den Untersuchungen von E. Baumann, L. Brieger undTiemann an den Schwefelsäurerest S0 3 H und an Kalium gebunden als indoxyl-schwefelsaures Kalium (C 8 H 6 • NSO^K) darin vorkommt. Das Indol tritt nur ingeringer Menge auf, wenn die Erzeugnisse der Verdauung der Albuminate, die Peptoneschnell resorbirt werden, dagegen in reichlicher Menge, wenn in Folge einer geringenund gestörten Resorption im Darm (z. B. beim Typhus, Magen-Darmkatarrh, Dünn-darrnkrankheiten, Cholera nostras etc.) dio Päuiniss auf die Erzeugnisse der Pankreas-vei'iiauung stärker einwirken kann. In letzterem Falle erscheint auch eine grössereMenge Indikan im Harn.

Neben dem Indol entsteht bei der Eiweissfäulniss nach Brieger stets Skatol,C 9 H 9 N (S. 80), welches als Methylindol [C 8 H 6 (CIL.) NJ aufgefasst werden kann und eben-falls einen stetigen Bestandtheil des menschlichen Kothes bildet. Bei der Fäulnissder Prote'instofie bildet sich, wie E. und H. Salkowski nachgewiesen haben,Skatolkarbonsäure, die sich leicht in Skatol und Kohlensäure zerlegt. Auch dasSkatol erscheint im Harn als Schwefelsäure-Verbindung. So fand L. Brieger nachS ütterung von Skatol bei einem Hunde viel skatoloxylschwefelsaures Kalium im Harn.

E. und H. Salkowski') nehmen an, dass sowohl Indol wie Skatol aus einergpmeiusamen im Protein fertig gebildeten Substanz entstehen, welche bei ihrer Zer-setzung bald mehr Indol bald mehr Skatol liefert, je nachdem der diese Zersetzungs-stoffe liefernde Spaltpilz, also der hypothetische „Indolpilz" oder „Skatolpilz" vor-herrschend ist.

Unter den Fäulnisserzeugnissen des Fibrins mit Pankreas fand E. Baumannauch Phenol und L. Brieger wies dasselbe als steten Bestandtheil des Kothes nach,"as bei der Darmfäulniss sich entwickelnde Phenol geht zum Theil in den Harnüber, in welchem es als phenolschwefelsaures Kalium (C 6 H 5 0 • S0 3 K) auftritt. Nach**• und H. Salkowski scheint das Phenol unter denselben Bedingungen wie das•indol eine Zunahme im Darm zu erfahren, indem mit der Vermehrung des Indikans,IB Harn auch eine solche der Phenylschwefelsäure verbunden ist.

Bei der Fäulniss von Serumalbuinin oder von Wolle mit Pankreasdrüse trittIe rner, wie E. und H. Salkowski nachgewiesen haben, PhenylessigsäureV e -Toluylsäure = C e H 5 • CH 2 • CÖ 2 H) auf, und neben ßuttersäure und Valerian-Sa »re auch Ph enylpropionsäure (Hydrozimmtsäure — C 6 H 5 • CH 2 • CH 2 • C0 2 H);erstere, die Phenylessigsäure, geht im Organismus in Phenylacetursäure ="'ftt," CH 2 • CO) NH-CH 2 -C0 2 H, die Ph enylpropionsäure dagegen in Hippursäure( B <'nzoylglykokoll = (C 7 H 5 0) NH-CH 2 -C0 2 H) über. Hieraus erklärt sich das•auftreten von Hippursäure bei Proteinfütterung.

Auch auf die .Fette äussert die Fäulniss ihre Wirkung, indem unter der Ein-

v W'kung von Enzymen und Alkali neutrale Fette nach Aufnahme von Wasser in

'ycerin und Fettsäuren zerlegt werden. Das Glycerin liefert unter dem Einfluss

'ei'schiedener Spaltpilze die verschiedenartigsten Zersetzungserzeugnisse. Mit Kreide

n d Käse liefert es wenig Aethylaikohol und Buttersäure; mit Kreide und Fleisch

ethylalkohol und höhere Homologe desselben, ferner Essigsäure, Propion-, Butter-,

) Zeitschr. f. pliisiol. Chemie, 8, 417.