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Die chemischen ^ «i r'indariL\'n der Nahruugs- and Gcmissmittel.
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dem etwas Salzsäure zugesetzt ist. gefällt. Freilich scheinen manche weniger derGalakfcosereihe, als vielmehr der Stärkereihe anzugehören, da beim Behandeln mit
verdünnten Säuren oft vorwiegend J Glukose gebildet wird.
4. Stoffe, weiche den Glukosen nahe stehen, aber nicht die Zusammensetzung derselbenbesitzen, oder aus anderen Gründen nicht dazu gerechnet werden dürfen.
a. Der Inosit C 6 H 12 0 6 . Der Inosit gehört nach den UntersuchungenMaquenne's nicht ?u den Kohlenhydraten, sondern ist ein Additionserzeuguiss desBenzols, dem wahrscheinlich die nebenstehende Formel zukommt.
CHOH Der Inosit ist sowohl im Pflanzenreich, als auch im
Thierreich vertreten und zwar soll derselbe in den ver-schiedenen Organen des thierischen Körpers l ), auch im Harnvon Diabetikern, besonders aber in den grünen Schnittbohnen 2 )als Phaseomannit und in Nussblättern als Nucit bezeichnet,
CHOH vorhanden sind.
Darstellung am Fleisch, Harn und Gehirn, sowie aus J'l'ianzen benutzt man die Eigen-Inosits, nicht durch wässerige Bleiessig-, wohl aber durch ammoniakalische Bleiessiglösungausgefällt zu werden. Es ergiebt sich hieraus behufs seiner Darstellung, dass mau die betreffendenAuszüge zuerst mit Bleiessig versetzt, filtrirt und die klare Lösung, welche noch Bleiessig im Ueber-schuss enthalten muss, ammoniakalisch macht. Nach dem Auswaschen mit ammoniakalischem Wasserwird der Bleiniederschlag durch Schwefelwasserstoff zersetzt, mit Wasser aufgenommen und durchAlkohol der hiosii abgeschieden.
Verschieden von den Glukosen ist Inosit zunächst durch sein Verhalten gegenSäuren, mit denen er keine Lävulinsäure bildet; ebensowenig reducirt er alkalischeKupferlösung, ist optisch inaktiv, gährt nicht mit Hefe, bildet dagegen mit Käse-ferment Aethylen- 3 ) und Aethylidenmilchsäure 4 ).
Ein früher als Dam böse benannter Körper, welcher im Kautschuk gefundenwurde, ist nach Maquenne's*) Untersuchungen gleich mit Inosit.
Auch der Skillit C 6 H 12 0 6 , enthalten in den Nieren und in der Leber desHundshaifisches (Scyllium cauieula) und andere Knorpelfische, ferner
Quercin 0 6 H 12 O 6 , welches aus den Mutterlaugen des Quercits erhalten werdenkann, scheinen dem Inosit sehr ähnliche Körper zu sein.
b. Der Quercit C 6 H 12 0 5 . Der Quercit oder Eichelzucker wird dadurch ge-wonnen, dass man Eicheln auskocht, den Auszug mit Kalk kocht, filtrirt, neutralisirtund durch Hefe die gährungsfähigen Stoffe fortschafft. Quercit, welcher nicht gährt,krystallisirt beim Eindampfen der Lösung in Nadeln aus. Derselbe ist dem Isodulcit(S. 129) isomer, steht dem Inosit sehr nahe und ist vielleicht ein 5-werthiger Alkoholdes Hexahydrobenzols G 8 H T (OH) s , vielleicht auch eine Methylgruppe enthaltend.
Quercit dreht das polarisirte Licht nach rechts ([a v»)] = -j- 24,3°), Fehling-sche Lösung wird nicht reducirt, desgleichen wird derselbe von verdünnten Säurennicht verändert.
') Annal. ä. Chem. 89, 289.
*) innal. Chei i. Pharm. 129, 225.
"j Berichte d. deutschen chem. Gesellsch. 1876, 9, 984.
*) Annal l hem. Pharm. ltiO, 333
'",. Bull Soi dum (2) 48, ä3ü