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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Die chemischen Verbindungen der Nahrungs- und Genussmittel.

das Bleisalz Pbi(C li 0 NO la ) 2 durch Fällen mit Bleiacetat erhalten; durch Zerlegen des Bleisalzes mitSchwefelwasserstoff kann das Glycyrrhizin rein gewonnen werden.

Aus dem neutralen AniiuoniumS&rz erhält man durch Auflösen desselben in einer entsprechendenMenge Eisessig und ümkrystallisiren aus diesem mit W"/ a -igem Alkohol das saure Salz NH 1 »C i4 H, a 'M) 1B ;in derselben Weise aus dein neutralen Kaliümsalz K,('H I>U \0_ das krystaliinische saure KaliümsalzKC^H^KOjj,, welches an Süssigkeit alle anderen Glycyrrhizin-'Yprbindnngen übertrifft.

Durch 5-stündiges Kochen von 1 Theil Glycyrrhizin mit 50 Theilen verd. Schwefel-st N0 4 ) und

fC

säure (1 bis 1,5:50) zerfällt das Glycyrrhin in Glycyrrhetin

Parazuckersäure (C 6 H )0 O 8 ):

0 W ra XO + 2 ff.,0 = C ; , :: H 4T X0 4 + 2 CH 10 0 8

Glycyrrhizin i > lycyrrhetin Parazucker-

säure.

Das Glycyrrhin (bezw. das Glycine) dient zur Versüssung von Arzneimittelnund alkoholischen Getränken wie Bier und Likören.

c) Myronsäure C 10 H, a XSO 10 als myronsaures Kalium KC I0 H 18 NS 2 O 10 vor-wiegend im schwarzen Senfsamen (Sinapis nigra nnd juncea), aber auch in den meistenanderen Kruciferensamen.

Zur Darstellung des myronsaurfin Kaliums wird l kg gepulverter Senfsamen in einem Kolben 1 1.:> kg Alkohol von 8085% gekocht, bis etwa 250 g Alkohol abdestilliri sinn, die MasseaUsgepresst und diese Behandlung mit dem Bückstande mehrmals wiederholt. Der im Wasserbadescharf ausgetrocknete und zerriebene Presskuchen wird mit dem 3-fachen Gewicht kalten Wassers be-handelt, der Auszug abgepresst und der Rückstand nochmals mit der 2-fachen Menge kalten Wassersbehandelt. Die gemischten Auszüge weiden unter Zusatz von etwas Baryumkarbonat zum Syrup ein-gedampft und diese]' Syrup 3-mal mit i - 1,5 kg Alkohol von 85% ausgekocht. Die alkoholischenAuszüge werden nach 24-stündigeni Stehen filtrirt, der Alkohol abdestillirt und der Bückstand inflachen Schalen der Krystallisation überlassen. Die Krystalle kennen aus siedendem Alkohol von84 90% umkrystaUisirt werden. Die Ausbeute betrügt durchweg 0,51,0% (vergl. auch 111. Bandunter Senfsamen als Gewürz.).

Das myronsäure Kalium krystallisirt aus Alkohol in kleinen seidengliinzendtmNadeln, aus Wasser in kurzen, rhombischen Säulen. Es ist leicht, löslich in Wasser,schwer löslich in verd. Alkohol, kaum löslich in absol. Alkohol, unlöslich in A etil erund Chloroform. Es ist geruchlos, reagirt neutral und besitzt einen kühlen, bitterenGeschmack. Durch das Enzym My rosin des schwarzen Senfsamens wie auch durcheinen wässerigen Auszug des weissen Senfsamens zerfällt das myronsäure Kalium inGlukose. Monokaliumsulfat und Allylsenföl nach folgender Gleichung:X C I0 H, 9 NS 2 O 1() = C 0 H ia 0 1 -f K.IISO, -f ( ,li..xrs

.MyronsauresKalium

Glukose Saures AllylsenfSl.Kaliumsulfat

Emulsin, Hefe und Speichel bewirken diese Umsetzung nicht, die Mengen desmyronsauren Kaliums im schwarzen Senfsamen bezw. Mehl werden zu 0.65,0 °/oangegeben, die Mengen des daraus entstehenden Senfols zu 0,31,0%, währendRübsen- und Brassica-Samen 0,032 0,154%, im entfetteten Zustande 0,230,79%Senföl liefern.

d) Sinaibin C 30 H 44 N 2 S 2 0,g; dasselbe isi an Stelle des myronsauren Kaliumsneben rhodanwasserstoffsauren Sinapin C 1K IL,, N0 5 HCNS in dem Samen des weissenSenfs (Sinapis alba) enthalten.

Man gewinnt' dasselbe aus den durch Pressen mit Schwefelkohlenstoff von Fett befreiten Senf-samen durch y 2 -stündiges Kuchen mit 3 j'hln. Alkohol von 85%i ans J° r ueiss filtrirten Lösung