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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Proteinstoffe.

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Neuerdings hat A. Kossei eine andere Hypothese aufgestellt, die mehr Wahr»s Peinlichkeit für sich hat. Derselbe betrachtet nämlich die Protamine al* dieeinfachsten Proteinkörper und weil die Protamine bei der Spaltung mit Säurendie Basen Lysin, Arginin und Histidin, von A. KosseiHexonbasen" genannt, abernur vereinzelt und geringere Mengen Monoamidosäuren (Amidovaleriansäure undlyrosin beim Cyklopterin) liefern, denen ferner die ammoniakbildende und schwefel-haltige Gruppe fehlt, so sieht er die Protamine als den Kern des Proteinmolekülsan T um oder an den sich Monoamidosäuren und die beiden anderen Gruppenanlegen und die so die verschiedenen Proteinstoffe bilden. Wahrscheinlich findethierbei eine Kondensation der vorher gebildeten Protone statt, wobei die Gruppenw ie beim Biuret durch NH unter Austritt von "Wasser verkettet werden.

Das Protamin wurde von Miescher *) und Piccard a ) zuerst 1874 im Lachs-sperma entdeckt; Kossei 8 ) gewann dann aus dem Sperma von Hering und Stör,Kurajeff 4 ) aus dem Sperma der Makrele (Scomber), Mathews aus den Sper-matozoon eines Seeigels (Arbacia), Morkowin 4 ) aus dem Sperma der Seehasenganz ähnliche Verbindungen; da dieselben nicht völlig gleich sind, so werden dieK-örper Salmin, ClupeTn sowie Sturin, Scomberin, Arbacin und Cyclopteringenannt und unter dem Sammelnamen Protamine zusammengefasst.

Man gewinnt dieselben aus den mit Alkohol und Aetlier behandelten Spermaköpfen durch öfteresAusziehen mit einer 1 Virigen Schwefelsäure (100 g Sperma und 500 g dieser Säure) und Fällen des"trats mit Alkohol. Der Niederschlag (Protaminsulfat, ein Oel) wird durch Auflösen in heissem"asser, Eindunsten etc. gereinigt.

Die Protamine sind stickstoffreiche basische Körper (mit bis 30 % N und mehr)Un d hat das Salmin und das mit diesem gleiche Clupein nach Kossei die Formel^30^57N 17 0 6 , das Sturin wahrscheinlich die Formel C 3fi H 69 N 19 0 7

Die wässerigen Lösungen dieser Basen reagiren alkalisch und geben mit ammo-

!akalischen Lösungen von Protei'nstoffen, den primären Albumosen Niederschläge,

eiche Kossei als Histone auffasst. Die Salze der Basen mit Mineialsäuren sind

n W asser löslich, in Alkohol und Aether unlöslich; sie können aus diesen Lösungen

urch Neutralsalze (NaCl) ausgesalzen werden. Wie mit Schwefelsäure, so liefern

le Protamine auch mit Pikrinsäure ein eigenartiges Salz und mit Platinchlorid ein

°Ppelsalz. Die Protamine sind wie die Proteinstoffe linksdrehend und geben sehr

s chön die Biuret- nicht aber die Millon'sche Reaktion; nur das Cyklopterin,

'elches durch die tyrosinbildende Gruppe den Protei'nstoffen näher steht, giebt auch

die Millon'sche Reaktion.

Beim Erhitzen mit verdünnten Mineralsäuren entstehen erst Protaminpeptone,fotone, und daraus durch weitere Spaltung die Hexonbasen und zwar liefert 1 Mol.almin je 1 Mol. Histidin und Lysin neben 3 Mol. Arginin, 1 Mol. Sturin dagegenM °l- Histidin neben 3 Mol. Arginin und 2 Mol. Lysin.

e Spaltung des Sturins denkt sich A.. Kossei nach folgender GleichungVe riaufen:

f'*ir ra N0 7 + 5H 2 0

.Sturin

C 6 H 9 N 3 0, -f 2 G e if M K s 0, + 3 C 6 fr u N,Q,Histidin Lysin Arginin

) Miescher: Histochemische u. physiol. Arbeiten. Leipzig, 1897.

) Berichte d. deutschen ehem. Gesellschaft 1874, 7, 1714.

) Zeitschr, f. physiol. Chem. 1896/97, 22, 17G; 1898, 25, 165; 1900, 31, 165.

) Ebendort 1899, 28, 313.