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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Erklärung von Vorliegriffen. 7

müssen unter solcher Bezeichnung und mit solchen Kennzeichen feilgehalten werden, dassNiemand sie für Naturerzeagnisse halten kann. Hierüber miizuwachen ist ebenso Aufgabeder Nahrungsmittelchemie, wie die Aufdeckung von wirklichen Verfälschungen oder vonverdorbenen und gesundheitsschädlichen Nahrungs- und Genussmitteln.

Man sieht daher, dass die Aufgaben der Nahrungsmittelchemie recht vielseitige sind«nd wenn man der Pflanzen- und Thierchemie schon lange eine anderen Wissenschaftszweigenebenbürtige Stelle an den Hochschulen eingeräumt und den Nährmitteln für Pflanzen undThiere (den Dünge- und Futtermitteln) schon lange eine koatrollirende Aufmerksamkeit zu-gewendet hat, so kann man das für die Nahrungsmittelehemie und menschliche ErnährungUl « so mehr erwarten.

Das Ende des vorigen Jahrhunderts hat die neue Saat kamen lassen, möge daslaufende Jahrhundert sie zur vollen Entwicklung bringen.

2. Vorbegriffe.

Nährstoff, Nahrungsmittel, Nahrung und Genussmittel, Nährstoffverhältniss, Nährwert!».

Die Lebens Vorgänge im menschlichen Körper bedingen, wie bei jedem organischenWesen, einen stetigen Zerfall von Körpersubstanz: fortwährend spalten sich verwickelt zu-sammengesetzte Verbindungen in einfachere und werden als solche aus dem Körper aus-geschieden. Soll letzterer auf seinem Bestände erhalten und lebensfähig bleiben, so mussn für diesen stetigen Verlust ein entsprechender Ersatz geleistet werden.Dieses geschieht durch die in Speise und Trank zugeführten Nährstoffe.I T nterNährstoff" oderNahrungastoff" verstehen wir einen einzelnen Be-standtheil der Nahrungsmittel, der z. B. wie Zucker, Fett oder Eiweiss, Wasser etc. alsein selbständiger, chemischer Körper angesehen werden kann und irgend einen der wesent-lichen stofflichen Bestandteile des Körpers zu ersetzen vermag bezw. zur Wärmeerzeugung«enen kaan.

EinNahrungsmittel" ist ein Gemisch von verschiedenen Nährstoffen oder setztSlc h aus verschiedenen Nährstoffen zusammen; so nennen wir Milch ein Nahrungsmittel,^ sie mehrere Nährstoffe, nämlich: Kasein (Albumin), Fett, Milchzucker und Salze ent-alt, jjjj. ( jj egem Nahrungsmittel ernährt sich der Mensch in den ersten Monaten seinesens. Alsdann aber greift er gleichzeitig zu anderen Nahrungsmitteln (wie Brot, Kar-toffeln, Gemüse. Fleisch etc.).

Keines dieser Nahrungsmittel ist für sich alle geeignet, den Menschen auf die Dauerottauf zu ernähren; er gebraucht vielmehr zu seiner vollen Ernährung ein Gemisch derersebiedensten Nahrungsmittel und dieses für die völlige Ernährung des Mensehen hin-eilende Gemisch von verschiedenen Nahrungsmitteln und Nährttoffen nennen v ir«Nahrung".

-jr ^ e °en den Nahrungsmitteln nimmt der Mensch noch täglich eine grössere oder geringere

* n S e anderer Stoffe zu sich, welche zwar nicht durchaus nothwendig sind, um die Lebeus-

atigkeit zu erhalten, auch nicht zum Aufbau der Körperorgane oder Bestandtheile dienen,

e che er sich aber nicht entgehen lässt, wenn ihm dazu die Mittel gegeben sind. Es sind

s die sogen.Genussmittel", welche wie die alkoholischen Getränke, Kaffee, Th.ee,

olade, Tabak, Gewürze etc. vorzugsweise durch einen oder mehrere darin enthaltenen

sonderen Körper (Alkokol, Coffein, Theobromin, Nikotin oder ein ätherisches Oel) einen wohl-

uenden und behaglichen Einfluss auf die Nerven ausül:

Weigern.

iben und die ganze Lebensthätigkeit

de

nGonussmittel" sind also zur Ernährung des Menschen dienende Stoffe, welche im SinneGesetzes vom Körper zwar verbraucht, aber nicht zu dem Zweck genossen werden, umirgend einen Stoff im Körper zu ersetzen, sondernnervi

»lein ^^^^^^

nur um eine nerven anregende Wirkung

orzurnfen.