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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
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204 CORTEX GEOFEROYAE JAMAICENS1S, s. CORTEX CABBAGU.

IV. zu besitzen, wenigstens zeigten 2 Gran essig-

Die neuste Untersuchung dieser Funde saures Surinamin, welche Hüttenschmidtverdanken wir Hüttenschmidt (b). Er einer Taube und einem Sperlinge eingab,fand darin eine alkalische eigenthümliche gar keine Wirkung, wogegen 2 Gran essig-Substanz, welche in vierseitigen Tafeln von saures Jamaicin diese Thiere unruhig undder Farbe des Gummigutts erscheint, einen zitternd machte und nach J- Stunde heftigbittern Geschmack besitzt und sich in Was- abführte,ser löst, und die er Jamaicin nennt; aufser- y

dem traf er Gummi, Amylon , Wachs,Harz und in der Asche kohlensaures, salz-saures und schwefelsaures Kali, kohlensaurenund phosphorsauren Kalk, Magnesia, Kie-

Erklärung der Abbildungen aufTaf. XVIII im IV. Hefte.

Fig. 4. 5. 6- 7 und 8. sind jamaicanische

seierde und Eisenoxyd. Das Jamaicin wirkt Wurmrinden.

abführend, in gröfsern Gaben giftig. Das Fig. 4. zeigt die innere fasrige Bastlage.

Surinamin scheint keine besondere Wirkung Fig. 7. die äufsere Fläche.

C O Fi TE X CORNE,

Schon im dritten Hefte S. 96 habe ich Geh. R. von Kohlra usch in Berlin gehörte,

diese Kinde in dem Artikel Cliina alba er- die sie mir gütigst geliehen hatte , und der

wähnt. ich dieselbe bereits wieder zugestellt habe.

Ich verdanke die im 4. Hefte auf Taf. Die vor mir liegendeCortex corne'verhält

XIX unter den Fig. 1 und 2 abgebildete sich folgender Gestalt: Sie besteht aus 3—5

Funde der Güte des Herrn Schimmel- Zoll langen, 2 bis 3 Zoll breiten und ge^en

busch. In den Provinzen ß ahia , P orto einen halben Zoll dicken Stücken. Die

Seguro, Para etc. soll das Decoct dieser Oberfläche ist meist abgerieben und da sie

Rinde vorzüglich gegen Magenschwäche ge- noch vorhanden, höckerig, mit Vertiefungen

braucht und auch mit gutem Erfolg bei hart- versehen, die zum Theil mit einem gelben

nackigen Fiebern angewendet werden. Schon Thallus angefüllt sind und dadurch der Rin-

am oben bemerkten Ort sprach ich mich über de ein buntes Ansehn geben (siehe Fig. J).

die Aehnlichkeit dieser Rinde mit der von Sie scheint vom Stamme oder alten Aesten

Hayne beschriebenen China alba aus, und genommen zu seyn, denn das Ganze ist ei-

noch jetzt bin ich derselben Meinung; be- gentlich Rindenkörper. Der Bruch ist kör-

daure jedoch, nicht im Stande zu seyn, eine nig, und man erblickt eine Menge hellgel-

vergleichende chemische Untersuchung der ber Körner in Vertiefungen der gelblichwei-

beiden Rinden anstellen zu können , da die fsen Rinde liegen, die sich zum Theil leicht

im 4. Hefte beschriebene Rinde der Frau herauslösen lassen. Die Unterfläche ist

(b) (Siehe Anmerk. (/,) untcr CorL Gcoffroyae mrlnamcmis.