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KRYPTOGAMISCHE PARASITEN 165
Fig. 6, a, d, c Glypliis conßnens Zenk. Zu sam me nfliefsende Sculptur flechte.
— 6, b, e, f Glyphis radiato-ßexuosa Zenk. K r umrastr a hlige Schriftflechte.
— 7, a — c Glyphis favulosa Ach. Wab enf ör mige Sculp tur flechte.
— 8, a, h Parmeüct appressa Zenk. Angedrückte Schildflechte.
— 8, c — e Lecanora melanoxantha Zenk. Schwär zgelbe Schüssel flechte.
Kryptogamische Parasiten auf officinellen Rinden.
VI. SECTIO N.
Beschreibung der auf der zwei und zwanzigsten Tafel dargestellten
Flecliten.
I. Graphis Ad ans. (Schrift-flechte.) Siehe S. 150.
1) Graphis elongata Zenk. (Verlänger-te Schriftflechte.)Diagn. Thallus ausgebreitet, schwarz, schmal-begrenzt, dünn, fast häutig, ziemlichgleichförmig, fast staubig, schmutzig gelb-lich -weifs. Apothekien (Rillen) schwarz,vom Thallus dünn gerandet, ziemlich her-vorstehend, einzeln, einfach, linienför-mi g schmal, sehr verlängert, etwas (beson-ders in der Mitte) gebogen, beide Endenstumpf, derKanal(dis«is)eng, tief, meistmit weifsem Keimpulver erfüllt, das In-nere der Apothchien schwärzlich.
(Wohnort.) Auf der R inde vo „ g^ „^ ^inchmtacordifolia MutitT), Selten.
Bemerkungen. Das hier und da fastbestäubte Fruchtlager (Thallus) ist ziemlichausgebreitet, und überzieht grofse Streckender Ri n d e voa der SO g en annten Guanuco gri-sea, W i r d jedoch zuletzt durch ein schmalesschwarzes Rändchen von den übrigen abge-grenzt. Gewöhnlich ist die Farbe weifs; spä-terhin geht sie aber in ein schmutziges Gelb-
weifs über, so dafs, wenn man blofs die Fär-bung berücksichtigen wollte, grofse Aehn-lichkeit mit gewissen Abänderungen der Cas-carillrinden gefunden werden. Von ziemli-cher Grofse werden die Apothekien getroffen,welche meist zerstreut auf dem Thallus vor-kommend, der Längsrichtung von den Holz-fasern folgen. Unstreitig gehören sie, so-bald sie einmal ausgewachsen sind, zu dengröfseren Rillen, welche nur beim GeschlechtGraphis vorkommen, da sie gegen einen hal-ben Zoll lang werden, sind meistentheils et-was gekrümmt, einfach, und erhalten blofsdurch die Anlagerung anderer das Anseheneiner Verästelung. Bisweilen überzieht,besonders im jugendlichen Zustande, derThallus das ganze Apothekium, späterhinbleibt ersterer blofs noch als schwacher Randan den Seiten. Die Apothekienritze (discus)pflegt sehr tief der Länge nach zu verlaufen,allein nicht völlig bis an die Enden zu ge-hen. Im höheren Alter wird dagegen dieseRitze breiter, mit weifsem Keimpulver ver-sehen , und blofs mit einem dünnen schwar-zen Rande umgeben.
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