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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
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ISO KRYPTOGAMISCHE PARASITEN.

Kryptogamische Parasiten auf officinellen Rinden.

VIII. SECTIO N.

Beschreibung der auf der vier und zwanzigsten Tafel abgebildeten

Flechten.

I. Forophora Meyer. (Poren-flechte.)

Diagn. Apothekien (Samenhälter, sporocar-pici) warzenförmig rundlich, fast kugelig,mit einzelnen oder häufiger mehreren Nüfs-chen ohne besondere Hüllen , welche ober-wärts mit Meinen Löchern sich öffnen.Die Keimkerne nisten in der fast kornar-tigen Substanz der Nüfschen.Bemerkungen. Es gehören hierhermehrere Arten von Porina Ach., sowie ei-nige Blatterflechten mit kugelförmigen Apo-thekien und das von Fee gegründete genusAscidium. Das charakteristische Merkmalbesteht theils in den rundlichen, sphäroidi-schen Früchten, welche sich oben öffnen, theilsim Mangel des perithccimii (hierdurch wirdes namentlich von den verwandten Ocellula-ria und Vcrrucaria geschieden). Denn nichtganz der Wahrheit gemäfs ist es, wenn Spren-gel {Linn^ syst, veg. IV, p, 236) in der Cha-rakteristik dieses Geschlechts sagt: Verrucae— nueleos plures gelatinosos cum sporis hya-linis continentes, da bisweilen auch einzelneNüfschen vorkommen, und auch die eigent-lichen Keimkörner als nicht ganz hyalinaebetrachtet werden müssen.

\. Porophora americema Spr. (Porinaamericana Fee; Amerikanische Po-renflechte.)

Diagn. Thallus graulich-olivengrün, dünn,

krustig, ungleich körnig, unbegrenzt aus-gebreitet. Apothekien gelblichbraun, war-zenförmig, rundlich, oben bisweilen et-was flach r klein , hervorragend, sehr zu-sammengedrängt, Spitze fast röthlichbraun,nabeiförmig vertieft mit Oeffnung; Kernfast kugelrund, weifs, hornartig, in diethallusähnliehe Substanz des Apothekiuroseingesenkt, oben schwärzlich.

(Wohnort.) Auf der Rinde von Crolon Cascarilla.

Bemerkungen. Der ohne bestimmtenUmrifs ausgebreitete Thallus hat in seinerJugend eine hellere olivengrüne Farbe, die sichjedoch späterhin in ein bräunliches, schmutzi-ges Aschgrau verliert. Eben so bildet sichauch erst zu jener Zeit die krustige Beschaf-fenheit des Thallus recht aus, die Oberflächewird höckeriger (durch Apothekienentwicke-lung), zerklüftet öfter, und die Apothekienvergröfsern sich, verschmelzen häufig, undihre Oberfläche wird röthlichbraun, hornar-tig, fast glänzend. Ferner liegt auch derPunct, welcher als nabeiförmige Erhöhungbisweilen den darunter verborgenen Kernverräth, nicht stets in einer kleinen Vertie-fung, sondern ragt etwas über das Apothe-kium hervor.

Fee 1. c. p. 83 giebt an, dafs er diese Li-chene auf mehreren officinellen Rinden, wieaufser der Cascarillrinde noch auf der vonCinchona flava off., Exosteimna caribaeuiuu. s. w. bemerkt habe; wir fanden sie aus-