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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
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KRYPTOGAMISCHE PARASITEN.

neues Flechtensytem, so wie viel trefflicheneue, durch eignes umfassendes Studiumder Flechten gewonnene Ansichten indem Buche getroffen werden.Spreng. Sprengel (Curt) , Professor zu Halle,

Wallr. Wallroth (F. W.), früher Physikuszu Heringen, jetzt zu Nordhausen: Na-turgeschichte der Flechten. 2 Theile bisjetzt. Frankf. a. M. 1825 — 27. 8. (Sehr

ausführlich!)

Anleitung zur Kenntnifs der Gewächse. Wulf. Wulfen (Friedr. Xaver) Abt zu Kla-3ter Th. Halle 1818. 8. Linn. syst.vege- genfurt, starb 1804, gab schöne Flechten-

tab. Vol. IV. pars I. Gotting. 1827. 8- abbildungen in Jacquin Collect.

Kryptogamische Parasiten auf ofiicinellen Rinden.

IL SECTIO KT.

Beschreibung der auf der fünfzehnten Tafel abgebildeten

Kryptogamen.

I. Hypocfmus Fries. (Wollhaut).

Diagn. Fruchtlager (pileus) filzig, hautartigausgebreitet, Unterfläche langwollig, Ober-fläche häufig mit weifsen Staubhäufchen(Sporidien).

1. II. rubrocinctus Ehrenb. in Necs abEsenb. hör. phys. Berol.; Telephora san-nuinea Swartz flor. inäiae occ. (Byssussanguineus Swartz Prodr. p. 148.) (Roth-geränderte Wollhaut).

Diagn. Fruchtlager ohne bestimmte Figur un-regelmäfsig flach ausgebreitet, Oberflächefast weifs mit rothem unregelmäfsig zer-rissenen Rande, Unterfläche scharlachroth. wir gern zugeben> dafs er grofse Annähe .(Wohnort.) Auf der Cortex clünae ruber {China rubra), rung an Telephora lactea Pers. verrathe.

Rerolltcii KOniggchina (Cinehona oblongifolia Mutis.) Auch »J «« -i ,-, •• i i

sieht sie Fee auf China cortifolia Mutis a „. An den uns vorliegenden Stucken konn-

ten wir keine bestimmte, fast rundliche,Bemerkungen. Es ist diefs ein Pilz, Abgrenzung (figur~) wahrnehmen, wie siewelchen einige Naturforscher nicht als selbst- Andere angaben. Selbst Fee, der gleichfallsständige Art gelten lassen wollen, da sie ihn, davon eine Beschreibung und Abbildung

wie Sprengel in seiner Ausgabe des Linne'-ischen Systems, in ihren allgemeinen Wer-ken , nicht mit aufführen. Indefs erscheinter stets so constant und ist auch dergestaltunterschieden, dafs man wohl ihn ebensogut als eigene Art betrachten kann, denn vieleandere des Geschlechts Telephora, mit demer die meiste Verwandtschaft zeigt. Freilichkönnte man glauben, dafs er eine noch nichtausgebildete Telephora sey, weil aber andereBeobachter nichts von einer solchen Meta-morphose vermelden, er auch stets auf glei-che Weise von ihnen beschrieben wird, sotreten wir der Meinung von Fries bei, wel-cher ihn als besondere Art ansieht, obwohl