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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
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KRYPTOGAMISCHE PARASITEN.

Kryptogamische Parasiten auf officinellen Rinden.

VII. SECTIO N.

Beschreibung der auf der drei und zwanzigsten Tafel abgebildeten

kryptogamischen Gewächse.

I. TJielephora Ehrh. (Warzen-pilz.)

Diagn. Samenhaut (hymemum) innig mitdem ganzen Schwammkörper verwachsenund gleichartig, glatt oder mit Staubhäuf-chen besetzt.Bemerkungen. Einen durchgreifen-

tet, auf seinem Substrat (Rinde, Holz)unmittelbar aufsitzend, ganz aus weifsemFilz zusammengewebt, dünn, überallgleichartig und gleichfarbig, Umkreismeist mannichfach zerfetzt und faserig.

(Wahnort.) Auf mehreren Chinarinden, besonders auf

China rubra.

Bemerkungen. Die jugendlichen Exem-

den Character dieses Pilzgeschlechts zu ent- plare haben einzelne Fäden zu ihren Rudi-werfen, ist höchst schwierig, da so viele ver- menten, die sich immer mehr zu einem dün-schiedene Formen hier vorkommen, welche nen feinen Filz verbinden, welcher durch-auch Fries in seinem Systema mycologicum. aus gleichartig, nur sehr oft zerfetzt er-Gryphisiucildae 1821- 8. p. 429 unter mehrere scheint.

Suhgenera oder Zünfte (tribus) vertheilt. Uc- Abbildung. Fig. 1, a, b ein Stück von

berdiefs grenzen sie zum Theil so sehr an der rothen Chinarinde, worauf sich Thele-

viele Arten anderer Geschlechter, dafs oft pJiorn laden bei b in natürlicher Gröfse zeigt,

selbst der geübteste Forscher zweifelhaft Daneben sind noch einige byssusähnliche Fä-

bleibt, ob er manche, hierher gewöhnlich den, welche die anfangende Bildung dersel-

gerechnete, Organismen auch wirklich zu ben darstellen,den Thelephoren zählen müsse.

Meist fehlt ein eigentlicher Strunk (sti-pes), ja selbst Samenschläuche (asci) sindnicht immer vollkommen entwickelt.

Uebrigens ist Thelephora und nicht Te-lepliora zu schreiben, da der Name von E h r-h a r t aus den griechischen Wörtern &tjlrj undytQw zusammengesetzt wurde, auch Telcphoraeinen ganz andern Sinn gäbe.

1. Thelephora laden Fries. (Milch-weifser "Warzenpilz.)Diagn. Pilzkörper unregelmäfsig ausgebrei-

2. Thelephora aurea Zenk. (Goldgel-ber Warzenpilz.)

Diagn. Pilzkörper dünnhäutig, unregelmä-fsig ausgebreitet, mit einzelnen Staubhäuf-chen , goldgelb, auf der Unterseite gleich-farbig, Pxand meist schwärzlichblau, fein-faserig.

(Wnhnort.J Auf China rubra.

Bemerkungen. Auch hier ist der gan-ze Schwamm blofs durch ein Gefilz gelber Fä-den gebildet, die sich nur mehr zu einer Hautverbinden. Die goldgelbe Färbung wird be-